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Jörn Gutbier, Vorstandsvorsitzender von Diagnose-Funk, hat auf Einladung der Initiative für umweltverträgliche Kommunikation Nordschwarzwald über die Risiken für Gesundheit und Umwelt durch das geplante 5G-Mobilfunknetz informiert. Im Bild zeigt er ein Breitbandmessgerät zur Hörbarmachung von Strahlung. Foto: Tilo Keller
Jörn Gutbier, Vorstandsvorsitzender von Diagnose-Funk, hat auf Einladung der Initiative für umweltverträgliche Kommunikation Nordschwarzwald über die Risiken für Gesundheit und Umwelt durch das geplante 5G-Mobilfunknetz informiert. Im Bild zeigt er ein Breitbandmessgerät zur Hörbarmachung von Strahlung. Foto: Tilo Keller
27.02.2019

Gesundheitsschädigende Wirkungen? Geplante 5G-Technik für Pforzheim weckt Sorgen

Pforzheim. Die Risiken des geplanten 5G-Mobilfunknetzes für Gesundheit und Umwelt sind bei der Informationsveranstaltung der Initiative für umweltverträgliche Kommunikation Nordschwarzwald im Mittelpunkt gestanden. Diplom-Ingenieur, Architekt und Baubiologe Jörn Gutbier hat vor rund 50 Interessierten in den Räumen von Q-Prints die verschiedenen Aspekte des Themas beleuchtet.

„Pforzheim soll eine der ersten Städte im Land sein, die mit 5G ausgestattet werden“, legte Sabine Zeitler von der Initiative für umweltverträgliche Kommunikation Nordschwarzwald dar. Sie machte auf die zahlreichen Kleinsender aufmerksam, die dafür voraussichtlich jeweils im Abstand von 100 Metern installiert werden müssen. „Selbst die Bundesregierung weiß nicht, was sie da lostritt“, spielte sie auf die gesundheitlichen Risiken an.

Jörn Gutbier, der auch Vorstandsvorsitzender von Diagnose-Funk ist sowie Sprecher der AG-EMF des Arbeitskreises-Immissionsschutz des BUND, erklärte, dass 5G eine neue Schwelle sei. Gutbier zählte eine ganze Reihe von Studien auf, die den Einfluss der elektromagnetischen Strahlung beweisen und beispielsweise erbgutverändernde oder krebserregende Wirkungen aufzeigen würden. „Das Problem ist, wir können Strahlung nicht registrieren“, sagte Gutbier. Kritisch hinterfragte er deshalb die vorgesehene Ausstattung von Schulen und sogar von Kindergärten mit WLAN, anstatt der Ausstattung mit Kabel.

Wann genau Pforzheim mit 5G ausgestattet wird, ist noch nicht bekannt.

Mehr lesen Sie am 28. Februar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.