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Sie feierten aus der Distanz: Margot und Herbert Röper in der Cafeteria im Heim am Hachel.  Foto: Heim am Hachel 

Getrennt und doch für einen Moment vereint: Das ist die derzeitige Situation in Pforzheimer Seniorenheimen

Pforzheim. Können in Zeiten von Corona noch Senioren im Pflegeheim aufgenommen werden? Und wie sicher ist das angesichts der Todesfälle in Würzburg? Anonym berichtet ein 45-jähriger Pfleger eines privaten Pflegeheims.

Unter anderem davon, dass er und seine Kollegen Schutzmasken inzwischen mehrfach benutzen müssten. Er habe keine Sorge, an Covid-19 zu erkranken, sehr wohl aber, Schutzbefohlene zu infizieren.

Stefan Hofsäß, Leiter des Heims am Hachel mit 199 Betten, sieht sich in einem Dilemma. Denn jeder Neuzugang müsste laut Sozialministerium zunächst 14 Tage im Zimmer in Quarantäne bleiben. Für die Betreuenden bedeute dies außerdem das Tragen von besonderer Schutzausrüstung. Und diese sei momentan ein rares Gut. Demente Menschen könnten bei einer Aufnahme gar nicht mehr berücksichtigt werden, weil sie nicht auf dem Zimmer blieben.

Am Times Square in New York weisen elektronische Plakatwände auf Hygiene- und Abstandsregeln hin. Foto: Michael Nagle/Xi
Weltweit

Liveblog zum Coronavirus: Forscher befürchten über 200.000 Corona-Tote in den USA bis November

Caritas-Direktor Frank Johannes Lemke hat seine Häuser schon früh auf die kommende Krise vorbereitet: Rund 230 Menschen leben im Albert-Stehlin-Haus, im Landhaus St. Joseph in Steinegg, im neu eröffneten Erich-Bähner-Haus und im Kappelhof. 350 Menschen arbeiteten für die Caritas in der Pflege: „Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel sind in allen unseren Einrichtungen ausreichend vorhanden, spezielle Schutzkleidung im Infektionsfall ebenfalls. Wir haben jedoch Lieferungen über das Landesgesundheitsamt eingefordert. Der Liefertermin steht noch nicht fest.“

Mit Neuaufnahmen sei man momentan zurückhaltend.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 25. März, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Martina Schaefer

Martina Schaefer

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