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Gewaltverbrechen an Pforzheimerin: Staatsanwaltschaft prüft Mordanklage © pol
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07.08.2014

Gewaltverbrechen an Pforzheimerin: Staatsanwaltschaft prüft Mordanklage

Pforzheim. Nach dem gewaltsamen Tod einer Pforzheimerin prüft die Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen Mordes. Derzeit wird dem mutmaßlichen Täter Totschlag und Vergewaltigung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte zudem PZ-Informationen, wonach der Mann in seinem Wohnort, einer Biet-Gemeinde, eine Frau wiederholt bedroht hatte und deshalb verurteilt worden war. Am Sonntag soll er in Pforzheim eine 25-Jährige erstochen haben.

«Für Mord müssten wir dem Täter ein Mordmerkmal, zum Beispiel Heimtücke, nachweisen», sagte die Leiterin der Pforzheimer Staatsanwaltschaft, Sandra Bischoff, am Donnerstag. Der 32-Jährige, der nach einer tödlichen Bluttat in Pforzheim in U-Haft sitzt, soll bereits zuvor eine Frau massiv bedrängt haben.

Bildergalerie: 25-Jährige wird tot in ihrer Pforzheimer Wohnung gefunden

Auf Totschlag steht eine Strafe zwischen 5 und 15 Jahren, bei Totschlag in besonders schwerem Fall droht wie bei Mord lebenslang. Die 25-jährige Pforzheimerin war von einem Mann, den sie kurz zuvor kennengelernt hatte, getötet worden.

Die junge Frau war dem 32 Jahre alten Mann am frühen Sonntagmorgen in einem Pforzheimer Lokal begegnet. Sie nahm die neue Bekanntschaft mit zu sich nach Hause. Dort soll es nach Zärtlichkeiten zu einem Streit mit Handgreiflichkeiten und Beleidigungen gekommen sein. Der Mann stach dabei laut Polizei mit einem Küchenmesser mehrfach auf die Frau ein. Dann soll er sie vergewaltigt haben. Ob sein Opfer da noch lebte, war zunächst unklar. Die junge Frau verblutete schließlich.

Der bereits wegen Raubes mit gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Mann aus dem südlichen Enzkreis wurde über einen Abdruck schnell identifiziert und am Dienstagabend - einen Tag nach dem Fund der Leiche - festgenommen. Der geständige Täter sitzt in Haft.

Mehr lesen Sie am Freitag in der Pforzheimer Zeitung.

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