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Hier könnte eine Heimstätte für Gewerbe, Kunsthandwerk und Dienstleistungen entstehen.
Hier könnte eine Heimstätte für Gewerbe, Kunsthandwerk und Dienstleistungen entstehen.
17.11.2015

Gewerbekultur auf dem Güterbahnhof

Pforzheim. Welch Zufall: An dem Tag, an dem Stadtplaner Michael Wolf das Gesamtkonzept für die Zukunft der Innenstadt vorstellt und darin wie nebenbei die Kreativachse nicht am Hauptbahnhof, sondern am Güterbahnhof West beginnen lässt, veröffentlicht das Rathaus die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Gemeinderats-Planungsausschusses.

Eines der Themen: Das Rathaus will einen Bebauungsplan für eben jenes Güterbahnhof-Gelände mit seinen alten Nutzhallen, sogenannten Shed-Gebäuden, aufstellen und sieht darin das Areal als eines, wo Dienstleistung, Gewerbe und Kultur angesiedelt werden sollen. Wer dabei naheliegenderweise an die Genossenschaft Gewerbekultur um Q-Prints-Geschäftsführerin Ute Hötzer (Grüne Liste) denkt, hat recht: „Wir interessieren uns für das Gelände“, bestätigt sie. „Wir haben ein Kaufangebot abgegeben.“ Das Areal gehört Aurelis, gegründet als Tochter-Gesellschaft der Deutschen Bahn, um ehemalige Bahn-Immobilien zu verkaufen, und heute im Besitz des Finanzinvestors Grove International. „Uns würde es freuen, wenn wir es bekommen“, sagt Hötzer. „Wir hätten bereits ein paar Anker-Mieter.“ Obwohl die Stadt ihre Planungen auf den Mix aus Gewerbe, Kunsthandwerk und Dienstleistungen zuschneidet, wie ihn Hötzer & Co bereits vergeblich für die Papierfabrik und dann fürs Hammer-Areal in der Nordstadt vorsah, ist Ute Hötzer skeptisch: Es gebe wohl auch das Interesse eines finanzkräftigen Investors. Die Genossenschaft Gewerbekultur hat derzeit 35 Mitglieder. kli