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Franz Bitto (links) übergibt sein Amt an Achim Unseld. Foto: Privat
Franz Bitto (links) übergibt sein Amt an Achim Unseld. Foto: Privat
24.10.2016

Gewerkschaft der Polizei hat neue Spitze

Pforzheim. Der scheidende Vorsitzende der Kreisgruppe Pforzheim der Gewerkschaft der Polizei Baden-Württemberg, Franz Bitto, thematisierte anlässlich der Jahresversammlung die Polizeistrukturreform und die Frage, ob es Hoffnung auf ein Polizeipräsidium Pforzheim oder Nordschwarzwald gibt.

„Diese sind klein“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Politik halte sich bedeckt und erkläre, es werde evaluiert. Es sei ein hochkarätig besetzter Lenkungsausschuss eingesetzt worden, dessen Ergebnis frühestens im März 2017 vorliegen sollen. „Aber schon jetzt wurden die Gelder für die Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Polizeistruktur beim PP Karlsruhe vom Finanzministerium freigegeben.“ Die Kollegen seien laut Ditto an ihrer Belastungsgrenze angelangt: „Immer mehr zusätzliche Aufgaben und kaum noch Erholungsphasen. Es zeichnen sich Krankheitsbilder, Frust und auch Demotivation ab.“ Er verglich die Polizeistruktur mit einem Kartenhaus, das ein Großeinsatz, wie die Amoktat in München oder mehrere in Folge zum Einstürzen brächte.

Bei der Versammlung wurden zahlreiche Polizisten für 25-jährige und 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Hans Stepper ausgezeichnet. Durch die Strukturrefom hat Bitto seinen Dienstsitz seit rund zwei Jahren in Karlsruhe. Von dort war die Betreuung und Kommunikation mit Kollegen aus Pforzheim nicht so möglich, wie er es als notwendig erachtete. Deshalb trat er zurück. Mit einstimmigem Votum wurde sein bisheriger Stellvertreter, Achim Unseld, zum neuen Vorsitzenden und zum weiteren Stellvertreter Patric Schäfer gewählt. Unseld versprach Kontinuität in der Vertretung der vielfältigen Interessen.