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Olivier Rudelle muss genau hinschauen, um die einzige Werbefläche für das Schmuckjubiläum zu finden.
Olivier Rudelle muss genau hinschauen, um die einzige Werbefläche für das Schmuckjubiläum zu finden.
Freuen sich über den Messeauftritt: Nicole Fischer, Anna Kühlthau, Beatrice Rössger und Marlene Kümmerle (von links) von der Goldschmiedeschule.   Ketterl (3)
Freuen sich über den Messeauftritt: Nicole Fischer, Anna Kühlthau, Beatrice Rössger und Marlene Kümmerle (von links) von der Goldschmiedeschule. Ketterl (3)
Der Uhrmacher-Nachwuchs in Aktion: Nicolas Uhl (vorne) und Nicolai Martin von der Pforzheimer Uhrmacherschule .
Der Uhrmacher-Nachwuchs in Aktion: Nicolas Uhl (vorne) und Nicolai Martin von der Pforzheimer Uhrmacherschule .
14.02.2016

Glamour-Show und kreativer Nachwuchs auf der Inhorgenta

Nicht nur Fachmesse sein will die Inhorgenta in München, die Messeleitung will den Ausstellern und Kunden mit Shows die edlen Geschmeide näherbringen. Herzstück der neuen Konzeption sind Jewelry Shows, bei denen Schmuck, Uhren und Mode auf dem Laufsteg präsentiert werden. Bei der Premiere vor rund 600 Gästen in der umgestalteten Schmuckhalle B 1 zeigten unter anderem Top-Model Nadja Auermann und Kathy Hummels, die Ehefrau des Fußball-Weltmeisters Mats Hummels, Neuheiten von ausgewählten Ausstellern.

Aus der Pforzheimer Schmuckregion waren die Firmen Gellner, Afschar, Jörg Heinz, Heinz Nesper, Leo Wittwer, Isabelle Fa, Markus Goldweger, Pesavento, Silhouette Schmuck, und A. Odenwald mit von der Partie. Nach der gelungenen Schau feierten die Gäste in der Münchner Nobel-Diskothek P 1 zu den Songs von Sängerin Lena Meyer-Landrut weiter.

Diese Veranstaltung erinnert ein wenig an den „Jewelry Cocktail“, den Pforzheimer Unternehmen zusammen mit der Deutschen Schmuck und Uhren vor Jahren im Vorfeld der Schmuckmesse in noblen Clubs mit viel Prominenz veranstaltet hatten.

Etwas abseits in der Designerhalle, aber dennoch mittendrin im Messetrubel haben die Pforzheimer Goldschmiedeschüler ihren Stand. Optisch auffallend im Verbund mit den anderen Schulen haben sie ihren festen Platz gefunden und zeigen die Arbeiten der Berufsfachschüler und der Teilnehmer am Berufskolleg. Die Schüler haben während der Messetage Standdienst und sie nutzen die Zeit nicht nur für die Präsentation ihrer Arbeiten, sondern suchen gezielt auch den Kontakt zu Ausstellern für die Zeit nach der Ausbildung. Dass die Goldschmiedeschule im Schmuckbereich, was die Herkunft ihrer Schüler angeht, global aufgestellt ist, zeigt die Tatsache, dass Teilnehmer sogar aus Taiwan, Russland oder Brasilien in der Goldstadt ihr Rüstzeug für die spätere berufliche Laufbahn erhalten. Rund 1000 Euro kostet die Schule der Messerauftritt, eine Summe, die angesichts der Besucher aus ganz Europa gut angelegt ist.

Ebenfalls auf der Messe vertreten sind die Uhrmacher-Schüler, die auf Einladung der Messeleitung Werbung für ihren Beruf machen dürfen. „Da haben wir gerne zugesagt“, betont Lehrer Michael Teutsch, der zusammen mit seinem Kollegen Markus Burgstahler im Rahmen des „Uhren Innovation Forums“ bei Vorträgen das Pforzheimer Ausbildungssystem vorstellten. Auch die Uhrmacherschule verweist auf Internationalität. „Bei uns findet man neben Franzosen, Griechen und Amerikanern sogar drei Schüler aus Korea“, betont Burgstahler.

Werbung für Jubiläum vermisst

Das Schmuckjubiläum spielt auf der Fachmesse, bei der auch rund 80 Aussteller aus der Schmuckregion Pforzheim präsent sind, so gut wie keine Rolle. Nur an einer Pforzheim-Werbefläche, die man erst beim Verlassen der Halle B 1 bewusst wahrnimmt, ist der Hinweis angebracht. Das verwundert auch die aus Pforzheim stammende Fachjournalistin Petra Bäuerle, die jetzt in Bayern lebt und arbeitet. Sie vermisst auch eine entsprechende Werbung an den Ständen. „München wäre doch eine ideale Möglichkeit gewesen.“