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In der aktuellen Krisensituation und bei den starken Einschränkungen im öffentlichen Leben steigt die Gefahr für Frauen und Kinder, häusliche und sexualisierte Gewalt zu erfahren. Symbolbild: Adobe Stock 

Gleichstellungsbeauftragte befürchten Zunahme von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – Diese Hilfsangebote gibt es in Pforzheim und im Enzkreis

Pforzheim/Enzkreis. Meldungen aus China bestätigen, was Fachberatungsstellen und Gleichstellungsbeauftragte auch in Deutschland befürchten: In der aktuellen Krisensituation und bei den starken Einschränkungen im öffentlichen Leben steigt die Gefahr für Frauen und Kinder, häusliche und sexualisierte Gewalt zu erfahren. Das eigene Zuhause ist oft kein sicherer Ort. Verletzungen oder Unterstützungsbedarfe fallen weniger auf, wenn Betroffene zzum Beispiel. nicht mehr in die Schule, zur Arbeit oder in den Sportverein gehen.

„Wir wollen für das Thema sensibilisieren und Betroffene und deren Bezugspersonen dazu ermutigen, sich Unterstützung bei häuslicher Gewalt oder sexualisierter Gewalt zu suchen“, so die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises, Susanne Brückner und Kinga Golomb, „niemand sollte mit der Gewalt alleine bleiben“.

Region

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Fachberatungsstellen und andere Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin zumindest telefonisch und online erreichbar und unterstützen im Einzelfall. Auch eine solidarische Nachbarschaft ist in Fällen von häuslicher und sexualisierter Gewalt hilfreich. Wichtig ist es, nicht wegzuschauen, und etwa Betroffenen Unterstützung anzubieten oder sich selbst über Hilfsangebote zu informieren. Auch Unterstützungspersonen können sich Hilfe holen und beraten lassen, wenn sie unsicher sind, wie sie Betroffene unterstützen können.

Unterschiedliche Hilfeangebote

In Pforzheim und dem Enzkreis stehen unterschiedliche Beratungs- und Hilfeangebote unter anderem bei häuslicher und sexualisierter Gewalt zur Verfügung, die auf den Internetseiten der Stadt Pforzheim und der des Enzkreises im Bereich Gleichstellung abrufbar sind.


Außerdem stehen bundesweite Hotlines zur Verfügung, an die sich Betroffene und deren Bezugspersonen kostenfrei und bei Bedarf auch anonym wenden können:

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: (08000) 116 016; www.hilfetelefon.de. Beratung rund um die Uhr, in 17 Sprachen, per Telefon, online und im Sofort-Chat. Im Zuge der Corona-Epidemie setzt das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ alles daran, das Beratungsangebot rund um die Uhr aufrechtzuerhalten.
  • Hilfetelefon sexueller Missbrauch: (0800) 22 55 530; www.nina-info.de/hilfetelefon.html; Online-Beratung für Jugendliche: www.nina-info.de/save-me-online