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Esel Josie lässt sich klaglos von der sechsjährigen Lenja (rechts) über den Platz der Reitanlage führen. Erzieherin Angela Wamsler hat ein waches Auge auf die Kinderschar. Ketterl
Dicke Freunde: die zehnjährige Franzi und der neunjährige Isländer Frekja.
31.03.2016

Glück auf dem Rücken der Pferde: Sozialpädagogische Familienhilfe kommt gut

Auf dem Holzschild am Rand des kleinen Reitplatzes stehen nur wenige Regeln auf Zetteln geschrieben: Immer beim Reiten den Helm aufziehen, steht da beispielsweise. Für die sieben Kinder, die sich an diesem Nachmittag im Eselführen und Pferdeumgang erproben, ist das schon fast selbstverständlich.

Bildergalerie: Tierische Unterstützung: Familienhilfe mit Pferd und Esel

Der siebenjährige Leland ist schon zum dritten Mal dabei – diesmal zusammen mit zwei seiner Geschwister. Ganz ruhig setzt er sich auf die Bank und wartet, bis er auf dem Rücken des Isländers Tvistur Platz nehmen darf. Diese Geduldprobe freut die Sozialpädagogin Kerstin Hasel besonders. Sie leitet die sozialpädagogische Familienhilfe von pro familia Pforzheim stellvertretend. Alle Kinder, die an diesem Nachmittag das Spiel mit Pferd und Esel genießen, erleben, was im Alltag oft zu kurz kommt: Anerkennung durch die anderen und Zusammenhalt.

Die kleine Reitanlage im westlichen Enzkreis beherbergt eine Herde Isländer, Ziegen, Katzen und Esel. Die Kinder von Honorarkraft Heike Klaus-Karwisch und der befreundeten Erzieherin Angela Wamsler sind in dieser gemeinsamen Idylle aufgewachsen. Beide stellen dieses Refugium seit Anfang des Jahres regelmäßig in den Dienst der AG Tierhof, ein Projekt von pro familia. Schon früher hatte es tiergestützte Angebote gegeben wie etwa das Mutter-Kind-Reiten. Mit dem monatlichen Angebot zu einem besonderen Thema wollen die Familienhelfer den jungen Teilnehmern wichtige soziale Kompetenzen vermitteln. „Vom Putzen über das Misten und Füttern lernen unsere Schützlinge, was zu tun ist“, erklärt Mitarbeiterin Wamsler. Sie erhält beim tiergestützten Angebot auch noch Unterstützung von den jeweiligen Familienhelfern. Sie kennen die Kinder genau und wissen, in welchen Fähigkeiten sie gestärkt werden müssen. Mit im Helferteam sind an diesem Nachmittag auch zwei Töchter der befreundeten Familien Annabelle, 15, und Hanna, 16.

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Wer für das Projekt spenden möchte, meldet sich telefonisch unter (0 72 31) 6 07 58 60.