Knast14
Erst hatte ein betrunkener Autodieb Glück, als er ein unverschlossenes Auto mit Zündschlüssel im Schloss fand. Dann aber begann eine Pechsträhne, die wenige Stunden später im Knast endete. Symbolbild: dpa 

Glücksfund für Autodieb wird zum Albtraum: Vom VW-Fahrersitz auf die Gefängnis-Pritsche

Pforzheim. Davon träumen Autodiebe: Sie finden ein unverschlossenes, scheinbar herrenloses Auto, in dem der Zündschlüssel steckt. Doch so etwas kann auch mal zum Albtraum werden, wie ein 48-Jähriger am Samstagabend in Pforzheim erfahren musste. Gefahren ist er nicht viel, dafür musste er ein paar Meter mehr rennen. Beides konnte er nicht wirklich gut, weshalb er am Ende des Tages Bekanntschaft mit einer Gefängniszelle machen musste.

Vermutlich nicht schlecht staunte der Besitzer eines VW am Samstagabend um 18.15 Uhr, als er aus der Sparkasse an der Dillsteiner Straße trat und sah, wie sein eigenes Auto rückwärts auf ihn zu fuhr. Seinen VW hatte er zuvor mit dem Zündschlüssel im Zündschloss steckend vor der Sparkasse abgestellt. Fest entschlossen, sein Eigentum zu verteidigen, sprang er auf die Beifahrerseite seines noch rollenden Autos und zog den Zündschlüssel ab.

Daraufhin flüchtete der Autodieb zu Fuß. Weit kam er jedoch nicht, denn der 21-jährige VW-Besitzer rannte diesem hinterher und konnte ihn bis zum Eintreffen der Beamten des Polizeireviers Pforzheim-Süd festhalten. Ein auf der Dienststelle durchgeführter Alkoholvortest ergab bei dem Autodieb einen Wert von über 1,6 Promille.

Das war dann aber noch nicht das Ende der Pechsträhne für den 48-jährigen Kroaten. Die Beamten stellten nämlich fest, dass der Mann mit einem gefälschten Pass sowie einem gefälschten Führerschein unterwegs war. Nicht zuletzt war der Betrunkene zur Abschiebung ausgeschrieben. So wurde er noch am gleichen Abend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.