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Die Sommercamp-Kinder auf der Bühne bei der Abschlussveranstaltung in der Turnhalle der Buckenbergschule.  Seibel
Die Sommercamp-Kinder auf der Bühne bei der Abschlussveranstaltung in der Turnhalle der Buckenbergschule. Seibel
19.08.2018

Goldader Sommercamp erfolgreich beendet – 44 Kinder aus neun Nationen haben Deutsch gelernt

Mit zahlreichen neuen Pädagogen und Mitarbeitern war das Goldader-Sommercamp in diesem Jahr gestartet. Jetzt, zum Abschluss zeigen sich die Organisatoren begeistert und erleichtert angesichts der erfolgreichen Arbeit und der Ergebnisse. Davon profitiert haben vor allem die 44 Kinder aus neun Nationen, die an dem Projekt teilgenommen haben.

Etwas weniger als die Hälfte davon kam aus dem Enzkreis, alle waren im Alter zwischen acht und zwölf Jahren und hatten gemeinsam, auf spielerische Art und Weise besser Deutsch lernen wollen. Seit Ende Juli hatten die Jungen und Mädchen jeweils vormittags mit Theaterpädagogen gearbeitet, nachmittags übernahmen Sozial- und Erlebnispädagogen das Ruder. Wenn mal nicht vor Ort auf dem Gelände der Buckenbergschule gelernt und gespielt wurde, standen Ausflüge auf dem Programm. So besuchten die Kinder nicht nur die Werkstatt von Puppenspieler Raphael Mürle, sondern erkundeten bei einer Wanderung auch das Monbachtal und begaben sich im Hochseilgarten beim Wildpark in luftige Höhen. Am Samstag gab es schließlich eine Abschlussaufführung in der Turnhalle der Schule. In Form einer Werkschau präsentierten die Kinder ihre Interpretation des Buchtitels „Was macht man mit einer Idee?“. Ziel war es, sich zu ermutigen, an die eigenen Ideen zu glauben, Mut und Selbstvertrauen aufzubauen.

Eine Herausforderung für die Pädagogen, denn einige Kinder sprechen nur wenig Deutsch, anderen fehlt das nötige Selbstvertrauen für die Bühne, wieder andere sind das genaue Gegenteil. Zu der Veranstaltung waren Eltern und Verwandte der Kinder sowie Sponsoren und Unterstützer gekommen. So auch Hanne Böhmler, Präsidentin des Lions-Club Heimsheim, der das Projekt schon seit acht Jahren unterstützt. „Wichtig ist uns die Integration, die hier auf spielerische Art und Weise gut funktioniert“, betont die Präsidentin. Der Club unterstützt grundsätzlich vor allem Förderungsprojekte für Kinder. Auch Birgit Eckenbrecht von der Allianz-Vertretung Schaßberger und Schart und Friedel Völker von den Wirtschaftsjunioren wollten sich die Ergebnisse des Sommercamps anschauen. Eckenbrecht betont ebenfalls die Notwendigkeit solcher Projekte für benachteiligte Kinder. Das Organisationsteam zeigte sich nicht nur zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf, was mitunter ganz schön fordernd sein kann, wenn über 40 quirlige Kinder betreut, unterrichtet oder auch einfach nur komplikationslos in den Bus gesetzt werden müssen. Auch die Motivation der Schülerinnen und Schüler sei toll gewesen, so Ulrike Gerweck. „99 Prozent sind zuverlässig täglich gekommen“, sagt sie. Immerhin ist ja Ferienzeit, und andere Kinder liegen an diesen Tagen auf der Freibadwiese oder am Strand.

Zehnter Geburtstag

Auch Gabi und Hubert Theilmann, die das Camp in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerichtet haben, sind zufrieden. Und verweisen noch einmal darauf, wie dankbar sie darüber sind, das gepflegte Gelände der Buckenbergschule nutzen zu dürfen. Mit der ein oder andere Änderung oder Optimierung für das nächste Jahr ist zu rechnen, aber das Grundkonzept und die Umsetzung scheint inzwischen bewährt. Einen anderen Grund gibt es aber noch, sich auf die Neuauflage zu freuen: 2019 feiert das Goldader Sommercamp seinen zehnten Geburtstag.

Gefeiert wurde aber schon jetzt, nicht das Jubiläum, dafür aber der erfolgreiche Abschluss in diesem Jahr. Nach der Aufführung gab es noch ein großes und buntes internationales Buffet für alle Helfer, Teilnehmer und Eltern.