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Mohammad Diab ist beliebt bei den Sommercamp-Kids – nicht nur, wenn es um Fußball geht. Foto: Privat
Mohammad Diab ist beliebt bei den Sommercamp-Kids – nicht nur, wenn es um Fußball geht. Foto: Privat
10.08.2017

Goldader-Sommercamp: Miteinander reden, voneinander lernen

Pforzheim. Der syrische Flüchtling Mohammad Diab hilft im Goldader-Sommercamp. Während er Integration von Kindern fördert, lernt er selbst besser Deutsch.

Mohammad Diab ist kein Weg zu weit, um das Sommercamp des Vereins Goldader Bildung als ehrenamtlicher Helfer zu unterstützen. Und so macht er sich jeden Morgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf – aus Lomersheim auf den Buckenberg. Dort steht er am Donnerstagnachmittag in der Sporthalle der Grundschule – bereit, den turnenden Kindern Hilfestellung zu geben, sie zum Absprung vom großen Kasten zu ermutigen, ihre Landung auf der Weichbodenmatte zu sichern. Und während er mit ihnen spricht und lacht, lernen nicht nur die Kinder etwas dazu – sondern auch Mohammad Diab selbst.

Der 27-Jährige kam im November 2015 als syrischer Flüchtling nach Deutschland. In seiner Heimat hatte er Literaturwissenschaften studiert, als Lehrer die arabische Sprache unterrichtet, Artikel für die Zeitung geschrieben. Irgendwann, sagt Diab, da will er wieder Lehrer sein. „Aber ich weiß, das braucht viel Zeit. Zuerst muss ich die Sprache lernen.“ Und das tut er als einer von vier Praktikanten im Sommercamp täglich. Im Gegenzug kann er die zehn hauptamtlichen pädagogischen Betreuer unterstützen, wenn etwa bei Elterngesprächen ein Übersetzer gefragt ist.

„Die Arbeit im Camp macht viel Spaß, ich lerne richtig Deutsch zu sprechen – von den Pädagogen, aber auch von den Kindern“, sagt Diab – und drückt sich dabei so sicher und gewählt aus, dass an seinem Ehrgeiz kein Zweifel bleibt. Von den Betreuern nehme er Anregungen für pädagogische Spiele mit – und die will er irgendwann selbst einfließen lassen, wenn er endlich wieder unterrichten darf.

Zu seinem Ehrenamt kam Diab über die Freiwilligenagentur Mühlacker/Östlicher Enzkreis (FRAG) unter Trägerschaft des Vereins miteinanderleben. „Für mich ist er ein Inbegriff gelungener Integration“, sagt Sylvia Schwarz-Herbig von der FRAG – und ein Beispiel für ihr Anliegen, ehrenamtliches Engagement zunehmend bei Flüchtlingen und jüngeren Menschen zu etablieren. Hubert und Gabi Theilmann vom Verein Goldader Bildung geben diesem Anliegen Recht: „Herr Diab ist als ausgebildeter Lehrer eine echte Bereicherung für uns. Er hat einen tollen Umgang mit den Kindern und strahlt Erfahrung und Sicherheit aus.“

ROSAROT
14.08.2017
Goldader-Sommercamp: Miteinander reden, voneinander lernen

[QUOTE=Drehstuhl;283637]Wer kam eigentlich auf den Titel Goldader-Sommercamp? Soweit mit bekannt, gibt es in der Region Pforzheim keine Goldvorkommen.[/QUOTE] Den Verein "Goldader Bildung e.V." gibt es seit mehr als 10 Jahren. Einfach dort informieren.......... mehr...

Schreiberling
14.08.2017
Goldader-Sommercamp: Miteinander reden, voneinander lernen

[QUOTE=Drehstuhl;283637]Wer kam eigentlich auf den Titel Goldader-Sommercamp? Soweit mit bekannt, gibt es in der Region Pforzheim keine Goldvorkommen.[/QUOTE]Gehen Sie zu Kollege*inne*n, bitten Sie die, den Mund weit aufzumachen und dann leuchten Sie mit der Taschenlampe die Kauleiste entlang. Was sehen Die dann? ;) mehr...