nach oben
„Das bin ja ich“: Silke Lippok (rechts) begutachtet ihre Leistung auf dem Bild, das ihr Volksbank-Vorstand Fritz Schäfer (zweiter von rechts) geschenkt hat.  © Seibel
Gebührender Empfang für Silke Lippok © Seibel
03.09.2010

Goldfisch-Torte der Stadt für Schwimmstar Silke Lippok

PFORZHEIM. Wenn Pforzheim dieser Tage bundesweit Glanz verbreitet, dann weniger als Goldstadt denn als Goldfisch-Stadt. Dafür sorgt Silke Lippok, das Ausnahmetalent im Schwimmen mit ihren Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Immer mehr von diesem Glanz fällt auf Pforzheim ab. Besonders seit den Erfolgen der 16-Jährigen bei den Europameisterschaften in Budapest. Die lässt sich die Goldstadt micht lumpen und bereitet ihrer Silke einen Empfang im Emma-Jaeger-Bad.

Bildergalerie: Gebührender Empfang für Silke Lippok im Emma-Jaeger-Bad

Bildergalerie: Glückliche Schwimmerin Silke Lippok

„Pforzheim ist meine Heimatstadt, es macht mich sehr stolz, dass ich ein Grund bin, wenn Pforzheim nach außen besser dasteht“, sagte Lippok am Freitag bei einem Empfang gegenüber der PZ, mit dem die Stadt Pforzheim die Erfolge der jungen Sportlerin würdigte.

Bildergalerie: So fing die Schwimmkarriere an: Silke Lippok 2006

Und weil sowohl OB Gert Hager als auch der Erste Bürgermeister Roger Heidt im Urlaub sind, hat Baubürgermeister Alexander Uhlig als Gastgeber fungiert. „Es freut mich, dass ich derjenige war, der heute diesen Termin wahrnehmen darf“, sagte der übers ganz Gesicht strahlene Uhlig. „Wir sind stolz auf Sie.“

Die Ehrung – im Beisein von 50 Gästen und rund einem Dutzend Journalisten – finde am richtigen Ort statt – im Emma-Jaeger-Bad, wo Lippok noch am Morgen trainiert habe. „Ich selbst“, verriet Uhlig im Beisein des CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum, „habe auch mal Schwimmen gelernt, aber bei einem gewissen Level aufgehört, das man heute Baden nennt.“

Der Bürgermeister bedankte sich bei Werner Gremmer von Lippoks Heimatverein SSC Sparta, der ihr einst das Schwimmen beibrachte, bei ihrer ganzen Familie und vor allem ihrem Trainer Rudi Schulz für die Unterstützung und überreichte der Sportlerin eine eigens gebackene Torte in Goldfisch-Form und einen Gutschein über ein Erlebnis ihrer Wahl – vom Bungee-Sprung über ein Bad im Haifisch-Becken, wobei sich der Fisch dann sehr in Acht nehmen müsse, bis hin zu einem Bergabenteuer. „Bei letzterem wenden Sie sich vertrauensvoll an mich“, sagte Uhlig schmunzelnd mit Blick auf die bundesweiten Schlagzeilen, die er selbst als vorübergehend Verschollener im Frühjahr in den Alpen gemacht hatte.

Uhlig erinnerte daran, dass Lippok auch noch eine exzellente Schülerin sei, was ihr Schulleiter Karl-Heinz Renner und sein Stellvertreter Udo Kromer durch Kopfnicken bestätigten. Als Vertreter der Volksbank Pforzheim, die Silke Lippok zu Jahresbeginn als Werbepartner unter Vertrag genommen hat, überreichte Vorstand Fritz Schäfer ihr ein gerahmtes Foto – und Nagellack. Schließlich habe sie, wie ihr erster Schwimmlehrer Werner Gremmer verriet, bei jedem ihrer Erfolge die Finger lackiert gehabt.

Volksbank-Mann Schäfer lobte die junge Sportlerin als „sehr sympathisch und sehr ehrlich“ und fügte unter dem Gelächter der Zuhörer an: „So wie eigentlich auch Banken sein sollten“. Womit der Kreis zu anderen Schlagzeilen, die Pforzheim bundesweit in jüngerer Zeit machte, auch schon wieder geschlossen wäre...