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Die City wird zum musikalischen Spielplatz: Sänger und Gitarrist Jonas Gavriil stimmt zum Start von "Spiel mich! PF" mit Band eigene Kompositionen an. 

Goldstadt lässt aufhorchen: Launiger Auftakt macht Lust auf zweite Auflage von "#Spiel mich! PF"

Pforzheim. Die ganze Innenstadt eine Bühne: Musikfetzen schweben mit der warmen Luft durch die Straßen, Passanten nehmen hier ein Häppchen mit, lauschen dort mit ihren Kindern und erholen sich vom Einkauf, in den nahen Eiscafés genießen die Gäste das kostenlose Konzert. Es ist Sommerzeit – und zum zweiten Mal nach 2019 "#Spiel mich! PF"-Zeit.

Der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) sowie die Musikhäuser "Schlaile" und "Musik-City Steinbrecher" haben mit Sponsoren, darunter das PZ-Medienhaus, und Paten diese Klavier-Mitmach-Aktion organisiert. Oberbürgermeister Peter Boch – nach eigenem Bekunden kein Klavierspieler – lädt bei der Eröffnung an diesem Samstagmittag gut gelaunt dazu ein, die Klaviere an 13 Standorten in der und rund um die Innenstadt auszuprobieren.

Die Klaviere wurden zum Teil von den Musikhäusern gespendet, zum Teil neuwertig in Kooperation mit der Klavierbaufirma Yamaha zur Verfügung gestellt, wie Karl-Heinz Pfeiffer ("Musikhaus Schlaile") und Frank Steinbrecher ("Musik-City Steinbrecher") im Interview mit WSP-Direktor Oliver Reitz erzählen.

Besonderer Beitrag zum Start

Gleich am ersten Tag ist schon viel Musikalisches auf der Bühne und an den verschiedenen Standorten geboten. Die "Dampfhammer Jazzband", der Nachwuchspianist Johannes Hille, der junge Komponist und Gitarrist Jonas Gavriil mit Band wechseln sich ab.

Mit Roland Bliesener und Drummer Marco Sperling kommt Mitklatsch-Stimmung auf. Nicht fehlen darf das "Spiel mich"-Lied, das Bliesener 2019 für die Aktion komponiert hat. Mit "Wer bist du?" hat er ein neues, nachdenkliches und nachdenklich stimmendes Lied über Pforzheim geschrieben.

Und dann kommt ein ganz besonderer Beitrag: Die 15-jährige Ukrainerin Darya Loenenko, gerade erst seit drei Monaten in Deutschland, spielt technisch gekonnt und auswendig zwei melancholische Lieder. Sie hat seit zehn Jahren Klavierunterricht und erhielt über ein Extra-Budget von Sponsoren in ihrer neuen Heimat ein Klavier.

Tasten-Profis, Wohnzimmer-Spieler und Musikinteressierte sind nun bis zum 6. Juli eingeladen, ihr Können zu Gehör zu bringen oder sich einfach mal an einem der Instrumente zu versuchen. Es werden sogar Spielkurse angeboten, unter anderem mit der neuen App Flowkey. Außerdem haben die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm mit einer Vielzahl an Jazz- und Popbands, Nachwuchskünstlern, Schülergruppen und Chören auf die Beine gestellt.

Alle Informationen zu den Standorten der Klaviere und zum Programm gibt es auf www.ws-pforzheim.de/spiel-mich-pf