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Harald Glööckler mit Frank und Sabine Schup sowie Claudia Bras (von rechts) © Ketterl
13.05.2017

Goldstadt-Gala: Schaulaufen auf dem roten Teppich

Wer wird alles kommen? Was anhaben? Welchen Schmuck tragen? Und welche Figur machen auf dem roten Teppich, über den sie bald schreiten – ein Hauch von Hollywood, Venedig, Cannes oder Berlin liegt über dem Waisenhausplatz. Apropos: Der Mann ohne Hut und Schal, aber mit gewohnt verstrubbeltem Haar – ist das nicht „Berlinale“-Impresario Dieter Kosslick?

Aber sicher – so sicher wie das da vorne Königliche Hoheit samt Gattin ist: Bernhard, Prinz von Baden, der mit Gattin Stephanie kurz vor Beginn der Gala dem Auto entsteigt, den roten Teppich kurz betritt – und an der Schlange vorbei zum Eingang schreitet. Blaues Geblüt darf das – schließlich war es sein Urahn, der die Grundlage für all das schuf, was in rund 300 Veranstaltungen gefeiert wird. „Das ist für Pforzheim so wichtig wie für unser Haus“, sagt er kurz – „es ist beeindruckend“.

Beeindruckend ist auch, wie die Schlange all derer wächst, die sich die Gala nicht entgehen lassen wollen, seien es Spitzen aus der Lokalpolitik, Landtags- oder Bundestagsabgeordnete, Banker, Noch-OB Gert Hager, der mit Herzblut an das Jubiläum herangegangen war, Landrat Karl Röckinger, Bürgermeister und Dezernentinnen, von denen Katja Kreeb schon Erfahrung mit dem Pflaster gemacht hat, bevor ihre Pumps den rettenden Roten Teppich erreichen.

Wibke Eberlein, die Dirndl-Designerin, hat eigens für diesen Anlass ein goldenes Teil geschneidert – mit Sicherheit eines der ausgefallensten Outfits des Abends. „Wenn schon, denn schon“, sagt sie. Michael Throm, Dekan der Fakultät für Gestaltung der Hochschule – die ehemaligen Studierenden Jasmina Jovy und Monika Markert zeichnen für die Modenschau verantwortlich – ist ebenso erschienen wie Michael Kiefer, Leiter der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule.

Oana Krichbaum, Gattin des CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum, bedauert, dass sie sich beim jüngsten Italienurlaub nicht mit goldenen Accessoires eingedeckt hat; Siegfried „Bibi“ Kreuz, wohl prominentester Fliegen-Träger Pforzheims, hat an seinem gewohnt stilvollen Auftreten nicht feilen müssen – ebenso wenig an seiner Frisur.

„Es ist mal wieder ein schöner Anlass, zu feiern – und das in einem festlichen Rahmen“, sagt Renate Schöler, Koordinatorin der Hück-Stiftung. „Es ist mehr als nur ein Feschtle“, wird Gert Hager auf der Bühne sagen.