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"Goldstadtpokal" geht wieder nach Russland © Ketterl
"Goldstadtpokal" geht wieder nach Russland © Ketterl
"Goldstadtpokal" geht wieder nach Russland © Ketterl
29.01.2012

"Goldstadtpokal" geht wieder nach Russland

Pforzheim.Dreimal in Folge hatte das russische Weltmeisterpaar Alexey Silde und Anna Firstova den „Goldstadtpokal“ gewonnen. Beim letzten Mal, im vergangenen Jahr, gaben sie nach der Siegerehrung bekannt, dass dies ihr letztes Turnier als Amateure gewesen sei. Sie würden nun zu den Profis übertreten.

Bildergalerie: Finale beim 51. Goldstadtpokal

Am späten Samstagabend erklang im CongressCentrum dann erneut die russische Nationalhymne und die rund 1 500 Gäste feierten Andrey Zaytsev/ Anna Kuzminskaya als Sieger beim „51. Internationalen Turnier in den Lateintänzen um den Goldstadtpokal der Stadt Pforzheim“, bei dem es als WDSF International Open für die 68 Paare aus 16 Ländern auch um Weltranglistenpunkte ging.

Pforzheimer Paar im Finale

Bildergalerie: 51. Goldstadtpokal: Endrunde im Standard-Turnier

Diese hatten die Vorjahreszweiten Zaytsev / Kuzminskaya bereits vor ihrem Start in Pforzheim angeführt – vor Aniello Langello / Khrystyna Moshenska (Italien) und Martino Zanibellato / Michelle Abildtrup. Das Paar aus Dänemark hatte 2011 ebenfalls den dritten Platz belegt, hinter den neuen Gewinnern des „Goldstadtpokals“. Mit Gabriele Goffredo/ Anna Matus (Moldawien) kamen die vierten der Weltrangliste auf Rang vier, doch dann gab es eine dicke Überraschung: die Russen Andrey Gusev und Elizaveta Cherevichnaya, aktuell die Nummer fünf, konnten sich nicht für das Finale qualifizieren. Dieses erreichten dagegen Timur Imametdinov / Ekaterina Nikolaeva (Russland) und Marius-Andrei Balan / Nina Bezzubova vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (SWC).

Bildergalerie: 51. Goldstadtpokal: Hinter den Kulissen

Bildergalerie: Jugendturnier beim Goldstadtpokal

„Das ist natürlich eine tolle Sache für die Beiden, für unseren Verein und für den deutschen Tanzsport“, freute sich nicht nur SWC-Präsident Bernd Roßnagel, der zusammen mit seinem Vize Christoph Buttweiler fachkundig durch das Turnier sowohl am Nachmittag wie am Abend führte. Auch für seinen Vorgänger Dieter Bülling, heute noch als Jugendwart tätig, und seine Frau Edeltraud als SWC-Sportwartin war die Finalteilnahme der zur Zeit besten Lateintänzer in Deutschland ein Ausrufezeichen für die engagierte Arbeit der Übungsleiter um Chef-Trainer Harry Körner. Nur ein Wermutstropfen fand sich im Freudenkelch. Denn weder Marius-Andrei noch Nina haben einen deutschen Pass und sind daher bei Europa- und Weltmeisterschaften nicht für den Deutschen Tanzsportverband startberechtigt. Eine Einbürgerung von Marius-Andrei, der seit fünf Jahren hier lebt, soll es jedoch möglich machen.

Verdeckte Wertung

Bildergalerie: Goldstadtpokal: Paare zeigen Talent beim Latein-Turnier

Bildergalerie: Goldstadtpokal: Paare zeigen Talent beim Standard-Turnier

Lautstark angefeuert von der großen russischen Tänzerschar war es ein Finale, dass die Zuschauer beeindruckte, ja faszinierte, das sie jedoch bis zur Siegerehrung im Ungewissen ließ, wer denn auf dem Treppchen stehen würde, und wer sich unter den weiteren Platzierten finden wird. Da das Turnier um den „Goldstadtpokal“ zur Reihe der WDSF International Open zählt, war eine verdeckte Wertung angesagt. Doch der Kennerblick ließ schnell voraussehen, dass es nach dem überraschenden Aus der höher gehandelten Gusev / Cherevichnaya keine weiteren Überraschung geben würde. Auch das Pforzheimer Paar, das am Ende den fünften Platz nur knapp verfehlte, strahlte bei der Siegerehrung und wurde vom begeisterten Publikum gefeiert.

Die Krone, in diesem Fall der „Goldstadtpokal“, gebührte jedoch eindeutig Andrey Zaytsev und Anna Kuzminskaya, die zwar bei Samba, Ch Cha, Rumba und Paso Doble ein paar Zweier in Kauf nehmen mussten, sich bei den 55 Wertungen der elf Juroren aus elf Ländern auch zwei Dreier befanden, doch mit einem fulminanten Jive setzte das russische Paar ein beeindruckendes Ausrufezeichen hinter den späteren Sieg. Und es unterstrich diesen später, weit nach Mitternacht, mit einer faszinierenden Show-Einlage.

Unvergesslicher Abend

„Wir haben wunderbares Tanzen erleben können. Uns wurde durch die Weltelite, die nach Pforzheim gekommen ist, ein unvergesslicher Abend beschert“, sagte Oberbürgermeister Gert Hager bei der Siegerehrung,“ Es war „a great Competion. Thank you for all“, richtete er den Dank an alle Beteiligten – die Paare, die Organisatoren des Schwarz-Weiß-Clubs und das Publikum. Wozu auch der Designer Reinhold Krause wieder einen besonderen Beitrag geleistet hatte. Seit über drei Jahrzehnten ist er der Schöpfer des „Goldstadtpokals“, ein Kunstwerk, das stets den Glanz der Goldstadt widerspiegelt.

Mit sichtlichem Stolz reckten die Sieger die begehrte Trophäe in die Höhe. Und nachdem von der bewährten Turnierkapelle Michael Holz aus Aachen die russische Hymne intoniert worden war, gab es auch den verdienten Siegerschluck Champagner aus dem stets im Pokal integrierten Trinkgefäß.

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