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Bereits bei der Visitation 2019 machten Dagmar Schütz (links) und Simone Exner auf die Aktion „Maria 2.0“ aufmerksam.  Foto: Constantin 

Gottesdienste in der Pandemie: Kirche ebnet Gläubigen viele neue Wege

Pforzheim. Mitglieder des Dekanatsrats aus den katholischen Kirchengemeinden Pforzheim, Kämpfelbachtal, Pfinztal und Biet sind bei ihrer digitalen Sitzung auf die Form der Gottesdienste in der Pandemie eingegangen. Mit unterschiedlichen Aktionen, Präsenzgottesdiensten mit geringen Besucherzahlen, offenen Kirchen für eine stille Einkehr und per Online-Gottesdiensten suchten die Gemeinden, Kontakt zu den Gläubigen herzustellen.

Bei den Präsenzgottesdiensten achteten Ordner darauf, dass alle Vorschriften vom Tragen der Masken über den Abstand in den Kirchenbänken bis hin zum Empfang der Kommunion eingehalten wurden. Inzwischen hätten sich die Gläubigen auch daran gewöhnen müssen, dass das Singen nicht möglich ist. Jeder wünsche sich natürlich, wieder Gottesdienste in der üblichen Form zu feiern. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (Kfd) im Dekanat hält den Kontakt zu Frauen über Telefon, per Rundschreiben und mit Stundengebeten in St. Bernhard an drei Wochentagen. Auch das Katholische Bildungswerk hat die Internetseite aktualisiert und verzeichne mehr Besucher. Das Dekanatsjugendbüro setze auf Werbung über Instagram, da derzeit weder ein Besuch im Jugendbüro noch Dienstreisen erlaubt seien. Der Gruppenleitergrundkurs soll nach Möglichkeit im Oktober wieder in Präsenz stattfinden. Die Erstkommunion will man – wie schon im Vorjahr – in Kleinstgruppen von Juni an auf mehrere Sonntage verteilt in den einzelnen Gemeinden feiern. Karl-Heinz Renner berichtete über die konstituierende Sitzung im Diözesanrat. Zur Vorsitzenden wählten die Mitglieder erneut Martina Kastner. Domdekan Andreas Möhrle, der früher Pfarrer der Citygemeinde in Pforzheim war, ist als bischöflicher Beauftragter in den Vorstand eingebunden. Zugleich bildeten sich die Ausschüsse Kirchenentwicklung, Politik und Gesellschaft sowie Weltkirche und Partnerschaft. Formiert wurde der Ausschuss „Kirche 2030“. Es geht um Zukunftsfragen der Pfarrei Pforzheim auf Dekanatsebene. Dazu gehören Fragen, ob es mehrere „Pastorale Zentren“ geben soll und wie diese ausgestaltet werden sollen. Für gleiche Würde und Rechte der Frau setzt sich die Aktion „Maria 2.0“ ein. Thesen dazu finden sich in den Schaukästen und Kirchen im Dekanat. Auch Chöre und Gruppierungen litten darunter, dass es keine Treffen und Proben gibt, hieß es in der Sitzung.