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Mit Krücken und Kalaschnikow: Munir I. (Fünfter von links) an der Front in Syrien – gepostet auf Facebook im Herbst 2013.
Mit Krücken und Kalaschnikow: Munir I. (Fünfter von links) an der Front in Syrien – gepostet auf Facebook im Herbst 2013.
27.08.2014

"Gotteskrieger" kämpfen im Mittleren Osten - Darunter einer aus Pforzheim

Pforzheim/Stuttgart. Immer mehr Zulauf erhält die Terror-Armee „Islamischer Staat“, die ihr Einflussgebiet im Irak und Syrien stetig ausweitet. Zwischen 300 und 400 Kämpfer aus Deutschland sollen im Mittleren Osten als „Gotteskrieger“ kämpfen.

Die Bundesanwaltschaft ermittle gegen eine Vielzahl solcher Dschihadisten aus Deutschland wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“, bestätigte die Behörde auf PZ-Anfrage. Ohne dass der Name fällt, dürfte damit auch der Deutsch-Tunesier aus Pforzheim, Munir I. (20), gemeint sein, der vor zwei Jahren über die Türkei nach Syrien ausreiste und sich dort den „Gotteskriegern“ anschloss.

Das Landesamt für Verfassung in Baden-Württemberg zählt ihn zu den rund 20 Personen, die sich in dem Gebiet aufhalten. Munir I., ein Deutsch-Tunesier, war bereits als Jugendlicher mit radikalen Formulierungen im Internet aufgefallen. Später beteiligte er sich an kostenlosen Koran-Verteil-Aktionen und Info-Ständen der Pforzheimer Salafisten in der Fußgängerzone. Schließlich war er in der ersten Reihe, als radikale Islamisten bei einer Kundgebung in Bonn auf Polizisten losgingen und zwei Beamte durch Messerattacken schwer verletzt wurden.

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