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Hummer auf dem Teller und ein Leuchten in den Augen: Ilse Zorn (links) und Renate Roth genießen das exquisite Experiment. Erstmals wurden gestern beim OechsleFest Kreationen mit Meeresfrüchten serviert. Seibel
Julien Frisch (links) und sein Lehrling Aien Abdullah füllen die halben Hummer, ehe sie geröstet und angerichtet werden.
01.09.2015

Gourmet-Tag: Das OechsleFest zeigt sich von seiner feinsten Seite

 

Nobel, nobel: Der Gourmet-Tag hat am Dienstag auf dem OechsleFest Premiere gefeiert. Arlinger-Gastronom Julien Frisch (28) brachte Hummer und Austern auf den Tisch. Die Gäste fanden’s prickelnd.

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Auch deshalb, weil sie an Champagner nippen konnten, bis Frisch und sein Lehrling Aien Abdullah ihre edlen Kreationen à la minute auf die Teller brachten. Vor allem aber, weil das mindestens so lecker war, wie es klingt: Hummer-Thermidor an Sepia-Nudeln mit Kräutern und Scherenfleisch, davor ganz nach Gusto die eine oder andere Fine de Claire, also französische Auster. Dass Regen aufs Dach der Laube prasselte, trübte die Stimmung drinnen nicht. Im Gegenteil. Die Freunde gehobener Küche an den festlich eingedeckten, mit weißem Tuch versehenen Tafeln schlemmten und schwärmten.

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„Auf dem OechsleFest Hummer und Austern – das hat was Edles“, sagte Fritzi Speidel-Zachmann, die für Familie und Freunde einen Tisch reserviert hatte. Die Frau, die als Turnierchefin des Goldstadt Cups für den Pforzheimer Reiterverein gern neue Impulse setzt, freute sich über Frischs Aktion: „Super-Idee, ganz genial.“ Insgesamt sei das OechsleFest eine „unheimliche Bereicherung für Pforzheim“ – auch dank solcher kulinarischer Glanzlichter. „Es tut sich was hier“, bekräftigte ihre Begleiterin Sigrid Speidel-Zachmann.

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Mit 50 Hummer-Portionen hatte Julien Frisch für diesen ersten Testlauf kalkuliert. Und offensichtlich war bereits durch Reservierungen sichergestellt, dass nichts übrig blieb. Ein Schild mit der Aufschrift „Geschlossene Gesellschaft“ prangte am Laubeneingang.

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Füllen, rösten, anrichten: Weil jeder Handgriff sitzen musste, herrschte in der Küche volle Konzentration. Um so entspannter wirkten die Gäste. So wie Roger Schweickert, Seniorchef des gleichnamigen Jaguar-Autosalons auf der Wilferdinger Höhe, der wegen der Austern gekommen war – eine seiner lukullischen Leidenschaften, wie er der PZ verriet. Von dem Aktionstag ist er begeistert: „Das hebt das Niveau insgesamt an.“

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Eine solche Resonanz wird Julien Frisch in seinem Bestreben bestärken, diese Aktionstage künftig zu etablieren. Und auch seine Kollegen könnten dadurch im Wortsinn auf den Geschmack kommen. Wie Citymanager Rüdiger Fricke im PZ-Gespräch betont hatte, will er die Festwirte dazu animieren, das OechsleFest mit kulinarischen Themenabenden weiter zu bereichern.