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Eine große Mehrheit im Gemeinderat akzeptiert eine Kostensteigerung bei der Wildpark-Voliere. Foto: PZ-Archiv
Eine große Mehrheit im Gemeinderat akzeptiert eine Kostensteigerung bei der Wildpark-Voliere. Foto: PZ-Archiv
25.10.2017

Große Mehrheit akzeptiert Kostensteigerung bei Wildpark-Voliere

Pforzheim. Ordnung muss sein: Auch wenn die Kostensteigerung für das künftige Zuhause von Uhus und Waldrappen im Pforzheimer Wildpark vom Förderverein des Wildparks getragen wird und die Stadtkasse nicht belastet, muss der Gemeinderat zustimmen. Denn rechtlich ist die Stadt Besitzer und Betreiber der Einrichtung sowie Bauherr der geplanten Großvoliere. Diese soll wie berichtet 1,1 Millionen Euro statt wie bisher kalkuliert 900.000 Euro kosten; der städtische Beitrag daran – 300.000 Euro – bleibt unverändert.

Der Grund für die Steigerung ist einer, der sich in jüngster Zeit bei vielen Vorhaben bemerkbar machte: Angesichts des Booms am Bau sind die Firmen so ausgelastet, dass sie keine günstigen Angebote mehr abgeben. Die Ausschreibungen enden meist damit, dass eine Firma für einen höheren Preis als den zunächst kalkulierten genommen werden muss. In der Sitzung des Gemeinderats-Bauausschusses hat eine große Mehrheit von CDU, SPD, Freien Wählern, Grüner Liste, AfD und Unabhängigen Bürgern der neuen Kalkulation und damit dem Fortgang des Bauvorhabens zugestimmt, unisono verbunden mit Dank an den Förderverein. Die Fraktion WiP/Linke enthielt sich.

Die einzige Gegenstimme kam von Bündnis 90/Grüne. Bei aller Wertschätzung für den Wildpark stelle sich die Frage, was nach der nächsten Kostensteigerung geschehe, wenn der Förderverein möglicherweise selbst kein Geld mehr habe und nicht mehr einspringen könne, so Stadträtin Uta Golderer. Gemessen an anderem, wofür die Stadt Geld ausgebe, sei dieses Vorhaben Luxus. Ausschreibung, Ausführungsplanung und Untergrundvorbereitung sind soweit fortgeschritten, dass der Bau beginnen kann, um nächstes Jahr zum 50-jährigen Bestehen des Wildparks fertig zu sein.