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Rund 50 Teilnehmer zählte eine Kurden-Demonstration auf dem Leopoldplatz, die nur 40 Minuten dauerte und friedlich verlief. Foto: Klimanski

Große Polizeipräsenz für kleine Pforzheimer Kurden-Demo

Pforzheim. Rund 50 Menschen haben am Montag auf dem Leopoldplatz vor dem Industriehaus gegen eine Entscheidung des türkischen Innenministeriums protestiert, die gewählten kurdischen Bürgermeister von drei Großstädten durch Treuhänder zu ersetzen. Die Versammlung der kurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) verwies auf einen neuen politischen Putsch der türkischen Regierung gegen gewählte demokratische Einrichtungen mit kurdischer Prägung. So kurz die Versammlung von 18 Uhr bis 18.40 Uhr dauerte, so friedlich lief alles ab, wie ein Polizeisprecher auf PZ-Anfrage erklärte.

24 Polizeibeamte waren im Einsatz, schließlich kam es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Provokationen und gewalttätigen Aktionen gegen kurdische Demonstrationen. Die blieben jedoch gestern aus. Vielleicht auch weil die Polizei so große Präsenz gezeigt hatte.

Eingreifen musste die Polizei nur wegen eines Plakats, auf dem der türkische Präsident Erdogan als Hitler-ähnliche Karikatur abgebildet war, mit einem Hakenkreuz auf einer Armbinde. Das verbotene Nazi-Symbol wurde auf Bitte der Polizei hin durch Überkleben unkenntlich gemacht. Die Demonstranten verteilten noch ein paar Flyer an Passanten und damit war die Aktion dann auch schon beendet.

Thomas Kurtz

Thomas Kurtz

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