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lohwiesenhof freiwillige feuerwehr © Seibel
21.05.2011

Großeinsatz für Pforzheimer Feuerwehr im Lohwiesenhof

PFORZHEIM. Ein Großbrand in einem Bauernhof löschen, Menschenleben retten, Erste Hilfe leisten: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus den Abteilungen Huchenfeld, Würm, Hohenwart und Dillweißenstein und die Berufsfeuerwehr hatten am frühen Samstagnachmittag alle Hände voll zu tun. Kurz nach 14 Uhr wurden die Abteilungen alarmiert: Im Huchenfelder Lohwiesenhof sei an zwei Stellen Feuer ausgebrochen und es gebe vermisste Personen in den Gebäuden. Vor Ort sollte es dann erst noch richtig kompliziert werden. Allerdings fand der Großeinsatz mit über 90 Feuerwehrleuten ein anfangs nicht erwartetes, dann jedoch überaus gutes Ende.

Bildergalerie: Großalarm für vier Freiwillige Feuerwehren: Brand im Bauernhof 2

Wer kurz nach 14 Uhr mit dem Auto in Richtung Huchenfeld unterwegs war, musste unter Umständen gleich mehrmals rechts ran fahren, weil im Rückspiegel immer wieder Blaulicht aufflammte und das Tatütata aus dem Martinshorn zur Eile drängte. Die Einsatzkräfte der vier Abteilungen und der Berufsfeuerwehr mussten nicht nur zwei Brandstellen ablöschen und im dichten Rauch nach Vermissten suchen, sondern auch noch ein Übergreifen der Flammen auf die Biogasanlage verhindern und die Fotovoltaikanlage auf dem Dach möglichst ohne Brandschaden durch den Einsatz bringen. Biogas und Fotovoltaik – bei Bränden kann es hier zu großen Problemen für die Feuerwehr bis hin zu einer gewaltigen Explosion kommen. Doch solche Komplikationen blieben aus – der Großeinsatz mit der Massenalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren war nur eine Einsatzübung.

Bildergalerie: Großalarm für vier Freiwillige Feuerwehren: Brand im Bauernhof 1

Die hatte es freilich in sich. Für den stellvertretenden ehrenamtlichen Feuerwehrkommandanten Bern Wolf keine ganz einfache Aufgabe, denn er musste gleich vier Abteilungen unter einen Hut bringen und sie alle so verteilt und gezielt einsetzen, dass im Ernstfall der Schaden gering und die Menschenleben gerettet worden wären. Obwohl es sich nicht um einen Ernstfall gehandelt hat, wurde den Feuerwehrleuten ganz schön heiß bei ihrem Einsatz. Schließlich galt es, die Fähigkeiten möglichst realistisch zu demonstrieren.

Ob die ehrenamtlichen Retter bei dieser großen Einsatzübung gut gearbeitet haben, wird erst noch im Detail geprüft. PZ-news wird darüber berichten.