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Die Pforzemer Mess – ein Besuchermagnet. Foto: Ketterl (Archiv)
Die Pforzemer Mess – ein Besuchermagnet. Foto: Ketterl (Archiv)
Beherzter Einsatz für eine vergnügliche Mess (von hinten rechts gegen den Uhrzeigersinn: Marc Pfrommer, Sabine Fingberg, Thomas Wendlberger, Martina Pohl-Nunn, Lisa Folz, Petra Fakler, Stefanie Thäter und Bernd Schön. Foto: Seibel
Beherzter Einsatz für eine vergnügliche Mess (von hinten rechts gegen den Uhrzeigersinn: Marc Pfrommer, Sabine Fingberg, Thomas Wendlberger, Martina Pohl-Nunn, Lisa Folz, Petra Fakler, Stefanie Thäter und Bernd Schön. Foto: Seibel
31.05.2017

Großes Netzwerk gibt alles für eine friedliche Pforzemer Mess

Pforzheim. Mit Grausen denkt Marktmeister Marc Pfrommer an jene Zeit zurück, als die Stimmung auf der Pforzemer Mess zu kippen drohte – weil junge Leute von außen harten Alkohol einschleusten und Exzesse durch entsprechende Angebote im Festzelt noch befeuert wurden. Um so größer ist bei Pfrommer die Freude darüber, dass die Trendwende längst gelungen ist.

Zum neunten Mal wird ein Präventionspaket zu den Themen Jugendschutz, Sucht und Gewalt geschnürt. „Ich werde kämpfen bis zum letzten Hemd, dass dieses Konzept erhalten bleibt“, sagte Pfrommer am Mittwoch bei der Präsentation.

Wieder gab es für Schüler Filmvorführungen im Kommunalen Kino – dieses Mal sahen 160 junge Menschen den ARD-Film „Komasaufen“. Wieder wurden an Schulen Präventionsveranstaltungen initiiert – neun an der Zahl. Erneut geht es für Schüler mit Schaustellern auf Backstage-Tour. Abermals werden Streetworker um Thomas Wendlberger und Bernd Schön freitags und samstags auf dem Messplatz bis in die Nacht die Runde machen und den Dialog mit jungen Besuchern suchen – „auf Augenhöhe“, wie Wendlberger betont: „Die Menschen fühlen sich respektiert, weil wir nicht auf Vertreibung setzen, sondern auf Begegnung.“ Schön spricht von einem „langen Atem“, den es gebraucht habe, um solch ein umfassendes Netzwerk zu spinnen: „Die Kontinuität ist das Bestechende.“ In den neun Jahren seien rund 2000 junge Leute erreicht worden, und es spreche sich herum, dass die Präventionsexperten nur Gutes im Schilde führten.

Seit Jahren habe er keine drohenden Eskalationen mehr erlebt, berichtet Wendlberger. Pfrommer bestätigt, dass die Polizei – absolut ungewöhnlich für solche Volksfeste – keine Körperverletzungen mehr verzeichnen müsse. Die Mess sei wieder ein friedliches Vergnügen für die ganze Familie.

Die Mess startet am Donnerstag, 15. Juni, und dauert bis zum Sonntag, 25. Juni.

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