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PZ-Praktikantin Jule Maisenbacher steht jenseits des Melanchthonhauses am Ufer. Noch fehlt hier der Brückenschlag über die Enz.
PZ-Praktikantin Jule Maisenbacher steht jenseits des Melanchthonhauses am Ufer. Noch fehlt hier der Brückenschlag über die Enz.
So sah der Baumsteg aus, der bis 1945 den Fluss überspannte und Fußgängern den Weg vom Sedan-Quartier in Richtung Innenstadt freimachte. Archiv Frei
So sah der Baumsteg aus, der bis 1945 den Fluss überspannte und Fußgängern den Weg vom Sedan-Quartier in Richtung Innenstadt freimachte. Archiv Frei
19.11.2015

Großprojekt Baumsteg zum Greifen nahe

Pforzheim. Es gibt derzeit fast keinen Bereich im Rathaus, der nicht durch Aufgaben rund um die Aufnahme von Flüchtlingen gebunden ist – von den Dezernatsbüros über Gebäudemanagement und Feuerwehr bis zu Personalamt, Rechtsamt, Rechnungsprüfungsamt oder Amt für Bildung und Sport. „Wir haben viele, viele Aufgaben, die erledigt werden müssen“, bestätigt Baubürgermeister Alexander Uhlig, um zugleich zu betonen: „Aber die Stadtentwicklung verträgt keinen Stillstand und muss vorangehen.“ Vorangehen soll es endlich mit dem Großprojekt und städtebaulichen Dauerbrenner Baumsteg.

Diese Brücke zwischen Innenstadt und Sedan-Quartier soll wieder geschlagen werden. Selten standen die Vorzeichen laut Uhlig so gut: „Es wäre schön, wenn man die Gunst der Stunde nutzt.“

Seit vielen Jahren ringen Stadtverwaltung, Gemeinderat und Anlieger um den Wiederaufbau des Stegs, der bis 1945 direkt beim Melanchthonhaus die Enz überspannte. Allein: Das Problem der Finanzierung schien unlösbar (die PZ berichtete).

Die Kosten für den Bau des Stegs, für den bereits ein Vorentwurf durch den Unternehmer und Universitätsprofessor Karsten Ulrich Tichelmann vorliegt, taxiert Uhlig auf rund 750 000 Euro. Und das meint er mit „Gunst der Stunde“: Laut dem Baubürgermeister sind rund 400 000 Euro Sanierungsfördermittel zu erwarten – dieser Bereich gehört zum Sanierungsgebiet KF.

Bleiben 300 000 Euro. Hier kommt das Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen ins Spiel. Wie berichtet, erhält Pforzheim über die Landesregierung 6,1 Millionen Euro aus einem Sondervermögen des Bundes. Damit sollen in den Jahren 2015 bis 2018 Investitionen ermöglicht werden – unter anderem in die Infrastruktur.

Über die Verwendung dieser zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel muss der Gemeinderat entscheiden. In der Vergangenheit hatte das Gros des Gremiums stets signalisiert, grundsätzlich den Bau einer solchen barrierefreien Brücke für Fußgänger und Radfahrer zu befürworten.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news

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