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Die Leinwand bleibt nicht schwarz – auch dank einer Spende: Fank Neubert, Mahena Weik, Hartmut Wagner (KoKi-Förderverein) im Gespräch mit Konrad Maier und Hans-Heiner Boulay (Wild-Stiftung) und Christiane Müh (KoKi, von links).  Foto: Ketterl
Die Leinwand bleibt nicht schwarz – auch dank einer Spende: Fank Neubert, Mahena Weik, Hartmut Wagner (KoKi-Förderverein) im Gespräch mit Konrad Maier und Hans-Heiner Boulay (Wild-Stiftung) und Christiane Müh (KoKi, von links). Foto: Ketterl
01.02.2019

Großspende sichert Pforzheimer Filmkultur - Rückläufige Besucherzahlen

Pforzheim. Ohne Unterstützung der Werner-Wild-Stiftung hätte das Kommunale Kino (KoKi) im laufenden Jahr einen Großteil seiner programmatischen Arbeit etwa mit Schülern, mit Flüchtlingen und weiteren Gruppen nicht leisten können. Das erläuterte KoKi-Geschäftsführerin Christiane Müh am Freitagvormittag bei einem Pressegespräch mit weiteren Vertreter des KoKi sowie Konrad Maier und Hans-Heiner Boulay als Repräsentanten der Werner-Wild-Stiftung.

„Die Stiftung unterstützt uns in einer sehr großzügigen Weise“, sagte Müh mit Blick auf die 20 000 Euro, die das KoKi aus diesem Topf erhält. Die programmatische Arbeit des KoKi, eigene Kurzfilmprojekte, Stummfilme mit der Begleitung durch live spielende Musiker – all das und auch das Zeigen von Filmklassikern ist für das Kommunale Kino ein Draufleg-Geschäft, wie Müh verdeutlichte, und wird üblicherweise gegenfinanziert durch die Eintrittseinnahmen der publikumsträchtigen Filme wie zuletzt im Dezember „Astrid“ oder auch das Open-Air-Kino.

Letzteres habe aber publikumsmäßig darunter gelitten, dass in dem ganzen tollen Sommer 2018 ausgerechnet an zwei Open-Air-Kino-Wochenenden Regen fiel und auch unter der erstmaligen Konkurrenz durch ein zweites Pforzheimer Open-Air-Kino. Und dann war da noch die Entwicklung der gesamten Filmbranche: wie diese, so registrierte auch das KoKi knapp 15 Prozent weniger zahlende Besucher. Ein Sommer von April bis Oktober, immer mehr Zuschauer gut gemachter Fernsehserien und -mehrteiler wie etwa „Babylon Berlin“ und dann die Fußball-WM – das seien die Gründe gewesen, berichten Müh sowie Frank Neubert, Mahena Weik und Hartmut Wagner vom Vorstand des Vereins zur Förderung der Kinokultur, der das KoKi trägt.

Auch der Verein stellt sich neu auf: Er bietet verschiedene Mitgliedschaften, etwa für Familien oder Firmen, auch in finanziellen Abstufungen. Sie sind benannt nach alten Pforzheimer Kinos. So gibt es eine „Gloria“-, eine „Universum“- und eine „Rio“-Mitgliedschaft, verbunden mit unterschiedlichen Vorteilen. Infos und Bilder der historischen Kinos online unter pzlink.de/5vm.

Mehr lesen Sie am Samstag, 2. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.