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Während der Fahrt auf der B3 bei Ettlingen wurde eine Pforzheimerin von einem hinter ihr fahrenden Auto aus mit einem Laserpointer geblendet.
Während der Fahrt auf der B3 bei Ettlingen wurde eine Pforzheimerin von einem hinter ihr fahrenden Auto aus mit einem Laserpointer geblendet. © Symbolbild: dpa
17.09.2012

Grüner Strahl von hinten: Pforzheimerin erlebt Laserattacke auf B3

Am Sonntagabend kracht eine VW-Fahrerin auf der A8 gegen Betongleitwände. Kurz darauf wird im Radio vor Unbekannten gewarnt, die mit einem Laserpointer auf die Autobahn zielen. Ein Zusammenhang mit dem Unfall bestand nicht, aber Richelle Mitschele aus Pforzheim hat am vergangenen Freitag um 22.20 Uhr solch eine Laserattacke miterlebt, als sie von Ettlingen aus nach Hause fahren wollte. Sie wurde auf der B3 von einem vom Rückspiegel reflektierten Laserstrahl geblendet.

Mehrmals sei der grüne Strahl von hinten durchs Rückfenster ihres Autos geschossen. Richelle Mitschele vermutet, dass der Laserpointer von einem hinter ihr fahrenden Auto aus betätigt wurde. Der Strahl habe etwas zittrig gewirkt. Und so ähnlich fühlte sich auch Richele Mitschele, denn über solche Laserattacken und die damit verbundenen Gefahren hatte sie schon gelesen.

Vor allem: Von der B3 aus wollte sie auf die A5, um über die Autobahn nach Pforzheim heimzukehren – und bei den dort gefahrenen Geschwindigkeiten können kurze Momente der Blendung und Unaufmerksamkeit extrem gefährlich sein. Doch nach dem Abbiegen auf die A5 habe sie keinen Laserstrahl mehr gesehen. Andernfalls hätte sie die Polizei gerufen.

Die Blendung durch den per Rückspiegel reflektierten Laserstrahl hat scheinbar keine körperlichen Folgen für Richelle Mitschele gehabt. Anders als bei dem Spaziergänger, der in Karlsruhe von einem Laserstrahl im Auge getroffen wurde und operiert werden musste. Ein achtjähriger Junge hatte mit einem Laserpointer auf den Mann gezielt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Piloten der beiden großen Linienflugzeuge, die vor rund einer Woche im Landeanflug auf den Baden Airpark bei Rastatt waren, geblendet worden wären.

Das mulmige Gefühl wird die Pforzheimerin hoffentlich bald vergessen haben. Das gefährliche und rücksichtslose Blenden mit Laserpointern scheint aber gerade erst Mode zu werden. tok

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