Energieeffiziente Häuser_Hausschilder Gruppenbild
Bürgermeisterin Sibylle Schüssler belohnt die Eigentümer der energieeffizienten Klimahäuser mit dem Gütesiegel "Klimahaus Baden-Württemberg". Gottfried Kleitsch (vorne, Mitte) von Bau- und Umweltdezernentin Sibylle Schüssler (rechts neben Kleitsch) das Gütesiegel „Klimahaus“ überreicht.  

Gütesiegel "Klimahaus Baden-Württemberg" als Anreiz für energieeffizientes Bauen

Pforzheim. Die Bewohenr von zwölf Haushalten dürfen nun das Gütesiegel "Klimahaus Baden-Württemberg" an der Fassade tragen. Bürgermeisterin Sibyllie Schüssler überreichte am Dienstag die attraktiven Hausschilder, die für besonders energieeffiziente Gebäude verliehen werden. 

Laut einer Mitteilung der Stadt Pforzheim würden in privaten Haushalten jährlich rund 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser eingesetzt. Somit sei das Sanieren oder der Neubau energieeffizienter Gebäude nicht nur fianziell lohnenswert, sondern unterstützten auch den Klimaschutz.

Nachdem in den vergangenen drei Jahren in Pforzheim bereits 23 Gebäude mit dem Gütesiegel  "Klimahaus Baden-Württemberg", in Form eines attraktiv gestalteten Hausnummernschildes für besonders energieeffiziente Gebäude verliehen wurden, konnte Bürgermeisterin Sibylle Schüssler am vergangenen Dienstag Hausschilder für zwölf weitere Gebäude an die Eigentümer in der nunmehr vierten Runde des „Klimahaus Baden-Württemberg“ übergeben.

Die Klimahäuser gehen mit gutem Beispiel voran

„Ich freue mich sehr, dass auch in diesem Jahr neue Gebäude ausgezeichnet werden können. Die Pforzheimer Klimahäuser werden so im Stadtbild sichtbar und finden hoffentlich immer mehr Nachahmer“, so die Umweltdezernentin. „Wir möchten diejenigen belohnen, die bei Neubau oder Sanierung in Hinblick auf den Energiebedarf mehr tun als gesetzlich vorgeschrieben. Ihr Beispiel soll Schule machen, so kommen wir alle gemeinsam im Klimaschutz weiter voran“, hob die Umweltdezernentin bei der Übergabe der Schilder vor dem sanierten Gebäude von Herrn Gottfried Kleitsch in der Kaiser-Friedrich-Straße hervor. Insgesamt stehe das Gebäude nun - mit dem für ein saniertes Gebäude hervorragenden KfZ-Standard 70 – sehr gut da und habe die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ mehr als verdient.

Gut saniert, die Wohnqualität verbessert, den Energiebedarf gesenkt – das treffe auch auf die anderen Häuser zu, die in dieser Runde ausgezeichnet werden konnten. Alle Häuser erreichen hervorragende Energiewerte und erhalten deshalb ebenfalls das Gütesiegel.

Die Kampagne „Klimahaus Baden-Württemberg“ in Pforzheim wolle Bürgerinnen und Bürger für die energetische Gebäudesanierung sensibilisieren. Ambitionierte Neubauten oder Sanierungen werden mit dem Gütesiegel ausgezeichnet und somit das Engagement der Besitzer im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie damit auch der Einsatz für mehr Klimaschutz belohnt. Mit eingebunden in die Kampagne seien das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis sowie die Kreishandwerkerschaft, die darin eine Chance sehen, gute Beispiele aus der Baubranche hervorzuheben. „Insbesondere die Aufwertung und Sanierung von Bestandsgebäuden ist als Maßnahme mit hoher Priorität in unserem Klimaschutzkonzept aufgeführt. Deshalb hoffe ich, dass wir auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Gebäude auszeichnen können“, wirbt Bürgermeisterin Sibylle Schüssler für weitere „Klimahäuser“ in Pforzheim und ruft Besitzerinnen und Besitzer entsprechender Gebäude auf, bald einen Antrag zu stellen.

Wie man das Gütesiegel "Klimahaus Baden-Württemberg" erhält

Das Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ können Eigentümer von Wohngebäuden in Pforzheim beim Amt für Umweltschutz beantragen. Die Auszeichnung können energetisch hervorragend sanierte Gebäude oder vorbildliche Neubauten sowie Gebäude unter Denkmalschutz erhalten. Voraussetzung für den Erhalt des Gütesiegels seien folgende Standards der KfW-Bankengruppe:

Neubauten (ab Baujahr 2016) mit KfW-Effizienzhaus 55 und besser, Sanierungen mit KfW-Effizienzhaus 115 und besser oder KfW-Effizienzhaus Denkmal.

Mit einem einfachen Fragebogen werden die Daten des Gebäudes erfasst. Anschließend prüfe die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, die auf Landesebene für die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ verantwortlich ist, ob es sich bei dem betreffenden Gebäude tatsächlich um ein Klimahaus handele.

Da viele Bauherren zur Realisierung ihrer Energiesparhäuser ohnehin Fördermittel des Bundes aus den KfW-Programmen nutzen, sei der Nachweis entweder mit dem Energiebedarfsausweis oder der KfW-Förderzusage sehr einfach zu erbringen.

Antragsformulare und weitere Informationen finden Interessenten unter www.klimaschutz-pforzheim.de