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27.05.2016

Gullydeckel gegen Panzerglas: Überfall und Einbruchversuch bei Juwelier Leicht in Dresden

Dresden/Pforzheim. Zweimal innerhalb von drei Wochen ist die Filiale von Juwelier Leicht im Dresdner Hotel Taschenbergpalais Kempinski Ziel von Angriffen geworden. Auf einen bewaffneten Überfall am 6. Mai folgte nun der Versuch, ein Schaufenster mit einem Gullydeckel einzuwerfen.

Mit einem Schaden von unter 150.000 Euro sei man beim Überfall mit einem kleinen blauen Auge davongekommen, so Georg Leicht gegenüber der PZ: „Das ist grundsätzlich viel Geld – aber verglichen mit dem, was Kollegen leider bereits widerfahren ist, haben wir Glück gehabt.“ Die erfahrenen Angestellten hätten auf bemerkenswerte Weise Ruhe bewahrt, als die beiden bewaffneten Männer in das Geschäft stürmten, und den Überfall gut verarbeitet, sagt Leicht und erinnert an die regelmäßigen Schulungen für solche Situationen.

Der jüngste Vorfall erscheine hingegen eher wie ein Dummejungenstreich, beschreibt der Juwelier die Erkenntnisse der Kriminalpolizei. Zeugen hätten in der Nacht zu Donnerstag gegen halb zwölf beobachtet, wie zwei junge Männer den Gullydeckel aus der Fassung nahmen und gegen das Schaufenster schleuderten. Nur die erste Schicht des Panzerglases sei betroffen, so Leicht. Zudem habe es sich nicht um Ware gehandelt, die sich leicht weiterverkaufen lasse, und die Umgebung sei recht belegt gewesen. hak