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Nachdenklich machte der Wissenschaftsautor Stefan Klein sein Publikum an der Hochschule mit seinem Vortrag über den Sinn des Gebens.
Nachdenklich machte der Wissenschaftsautor Stefan Klein sein Publikum an der Hochschule mit seinem Vortrag über den Sinn des Gebens. © Huber
18.11.2010

Gute Taten beim Studium generale: Tipps für längeres Leben

PFORZHEIM. Was passiert, wenn einem in der Ankündigung eines Vortrags einfache Tipps für ein längeres Leben versprochen werden? Richtig: Viele Leute interessieren sich dafür. So auch am Mittwoch beim Studium generale an der Hochschule. Das Audimax war voll belegt und auch im so genannten „Aquarium“ tummelten sich viele Interessierte, um sich auf der Leinwand die Übertragung dessen anzuschauen, was Stefan Klein über den Sinn des Gebens zu sagen hatte.

Klein nannte als Beispiel das Experiment einer schwedischen Forscherin: Zwei Personen erhalten 50 Euro. Die eine soll das Geld bis zum Abend ausgeben, die andere soll es verschenken. Das Ergebnis: Die Freude über die 50 Euro währten bei der Person länger, die das Geld an jemand anders weitergegeben hatte. „Wir schätzen unsere Bedürfnisse also falsch ein. Und das ist uns nicht einmal zu verdenken“, sagte der Wissenschaftsjournalist. Außerdem sei eine Gesellschaft, die nur aus egoistischen Nutzenmaximieren bestehe, heute nicht möglich. Mehr Wohlstand bringe nicht automatisch mehr Wohlgefühl. „Forschungsergebnisse zeigen: Wer sich für andere einsetzt, lebt länger. Diese Menschen sind zufriedener, gesünder und leiden weniger unter Depressionen“, ergänzte der Referent. Als Tipps gab der Referent dem Publikum auf den Weg, das zu tun, was einem am Herzen liegt. „Und stehen Sie zu Ihrer Großzügigkeit. Selbstlosigkeit macht glücklich und verändert die Welt.“ Bei allem guten Willen solle man sich jedoch nicht grenzenlos für andere aufopfern. Ein bisschen individueller Egoismus sei dann doch erlaubt.