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J etzt geht’s los:  In wenigen Wochen soll hier der Spatenstich für die Brücke sein, die von der Autobahn her über die B 10 führt und in die künftige  Trasse der Westtangente mündet. Baubürgermeister Alexander Uhlig (rechts) und seine Mitarbeiter Rainer Effenberger und Werner Jost (von links) haben dem Regierungspräsidium die Grundstücke dafür verkauft.
J etzt geht’s los: In wenigen Wochen soll hier der Spatenstich für die Brücke sein, die von der Autobahn her über die B 10 führt und in die künftige Trasse der Westtangente mündet. Baubürgermeister Alexander Uhlig (rechts) und seine Mitarbeiter Rainer Effenberger und Werner Jost (von links) haben dem Regierungspräsidium die Grundstücke dafür verkauft.
28.08.2009

Gute Zeichen pro Westtangente

PFORZHEIM. Die Anzeichen verdichten sich, dass man im Regierungspräsidium Karlsruhe tatsächlich an einen Bau der Westtangente bis ins Brötzinger Tal in den nächsten Jahren glaubt. Die Behörde hat Grundstücke dafür gekauft.

Dass die Stadt Pforzheim von der Westtangente enorm profitieren würde, gilt den meisten Pforzheimern als gesichert. Nicht bekannt war, dass dies auch in finanzieller Hinsicht gilt.

Wie aus Karlsruhe zu hören ist, wird das Regierungspräsidium für 15 Hektar Straßenbaufläche aus städtischem Besitz einen Kaufpreis von zwischen drei und fünf Millionen Euro an die Stadtkasse überweisen. Baubürgermeister Alexander Uhlig, der den Verkauf per Eilentscheidung getätigt hatte, mochte diese Summe gestern nicht bestätigen. Bei einem Ortstermin, bei dem er Details zum Straßenverlauf erläuterte, dementierte Uhlig aber nicht, dass der Kaufpreis im siebenstelligen Bereich liegt.

Auf PZ-Nachfrage gab der Baubürgermeister zudem bekannt, dass sich die angekauften Grundstücke bis zur Wildbader Straße, der B 294, im Brötzinger Tal erstrecken. Beobachter werten dies als Hinweis, dass die Karlsruher Planer an eine Verwirklichung des gesamten ersten Bauabschnitts der Westtangente in absehbarer Zeit glauben.

Leichte Entwarnung im Westen

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, ob auf längere Sicht nicht nur das Teilstück bis zur Dietlinger Straße gebaut wird. Dies würde zwar der Innenstadt eine erhebliche Entlastung bringen, aber an der Grenze zwischen den westlichen Stadtteilen Arlinger und Brötzingen für erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen.

Unmittelbar vor dem Baubeginn steht durch die Grundstücksverkäufe der Verkehrsknoten, mit dem die Westtangente auf der Wilferdinger Höhe an die A 8 und die B 10 angeschlossen wird. Dort führt künftig eine Brücke den Verkehr von der Autobahn über die B 10 und erst auf der anderen Seite an diese herunter. Die Ausschreibung läuft, der Spatenstich wird für Oktober erwartet.