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Die beiden SPD-Politiker Daniel Born und Katja Mast im Gespräch. Foto: Meyer
Die beiden SPD-Politiker Daniel Born und Katja Mast im Gespräch. Foto: Meyer
03.12.2018

Gute und günstige Wohnideen sind gefragt

Pforzheim. In Deutschland fehlen bis zu 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen, in Baden-Württemberg sind es laut SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born aktuell 140 000 Wohneinheiten. Eine Million Haushalte müssten aktuell mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete ausgeben.

Eine zentrale Frage deshalb lautet: Wie kann die Politik mit dem Blick auf begrenzte Flächen bezahlbaren Wohnraum schaffen? Um das Thema für Pforzheim und den Enzkreis auszuloten, hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast nicht nur ihren Fraktionskollegen und Wohnungsbauexperten Born zu einem Fachgespräch eingeladen, sondern auch Vertreter der Bauinnung, der Architektenschaft, des Gemeinderats sowie der Pforzheimer und Straubenhardter Kommunalverwaltung.

Dabei ging es unter dem Titel „Mietenwende jetzt – Bezahlbares Wohnen in Stadt und Land“ auch das Für und Wider der Landesbauverordnung und mögliche Verbesserungen. Born plädierte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Flächen, wohl wissend, dass jede Aufstockungsdiskussion von Gebäuden womöglich mit Protesten und einer Stellplatzfrage einhergehe. Der Obermeister der Bauinnung, Hans-Peter Dennig, plädiert für das bayerische Modell, wobei Baugebiete erst umgelegt werden, wenn alle Flächen der Kommune gehören, die sie dann nach gestaffelten Preisen wieder abgibt. Das ersticke die Spekulation im Keim. Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg plädiert dafür, Städte anders zu denken. Wien beispielsweise mit seinem gepriesenen sozialen Wohnungsbau investiere viel Geld für Bus und Bahn, um die Autos aus der Stadt fernzuhalten. Born wünscht sich einen Ideencampus für innovatives Bauen im Land. Hans Göz, Chef der örtlichen Architektenkammer, würde Pforzheim gerne als Pilotgemeinde ins Rennen schicken.