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Philipp Rueß in der Unterführung in Pforzheim. Er fordert eine Video-Überwachung.
Philipp Rueß in der Unterführung in Pforzheim. Er fordert eine Video-Überwachung. © Ketterl
08.04.2011

Gymnasiast schreibt an OB Hager: Angst um Sicherheit

PFORZHEIM. In einem offenen Brief an OB Gert Hager hat sich ein Schüler des Schillergymnasiums über die Angst vor Gewalt in Pforzheim ausgelassen. Ein Genosse wendet sich an den anderen – denn beide sind Sozialdemokraten. Bringt Videoüberwachung etwas bei der Vorbeugung gegen Straftaten, speziell Gewalttaten in Unterführungen?

Zwei Seelen schlagen in der Brust von Philipp Rueß. Er geht auf die 13. Klasse des Schillergymnasiums in Büchenbronn. Und ist Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wie Gert Hager. Letzterer ist Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim und damit auch – unter anderem – oberster Ansprechpartner der Bürger Pforzheims, wenn es um die Sicherheit geht. Die sieht der Gymnasiast gerade in jüngster Zeit erheblich beeinträchtigt. In einem offenen Brief an seinen prominenten Genossen, den der Schüler auch der PZ zuleitete, bekennt Rueß: „Als Mitglied der SPD habe ich eine sehr kritische Meinung gegenüber Videoüberwachung in der Öffentlichkeit. Jeder Bürger hat das Recht, sich anonym und unbeobachtet in der Öffentlichkeit bewegen zu können.“ Das ist die eine Seele in seiner Brust.

Die andere: „Es ist sehr wohl auch an die Sicherheit der Bürger zu denken. Vor allem in der Unterführung fühlt man sich, als ob man in der Falle säße, sollte etwas passieren.“ Überwachungskameras, eingeschaltet in den Nachtstunden, wirkten abschreckend beziehungsweise würden bei der Aufklärung einer Straftat helfen, glaubt Ruess.