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01.12.2010

Haftstrafe für Familienvater wegen Kindesmissbrauch

PFORZHEIM. Für sieben Jahre und sechs Monate muss ein 50-jähriger Familienvater ins Gefängnis. Nach Auffassung der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe hat er sich in 210 Fällen des sexuellen Missbrauchs an Kindern in einem Zeitraum von 16 Jahren schuldig gemacht. Der Verurteilte soll sich während der Haft nach dem Willen des Gerichts therapeutisch mit seinen Taten auseinander setzen.

Der Verurteilte habe über viele Jahre das Vertrauen und die Zuneigung der Kinder missbraucht, um sie zum Sex zu zwingen. In der Anklageschrift seien als Opfer drei Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren aufgeführt. Die zahlreichen Taten an einem vierten Opfer seien inzwischen verjährt.

Eindrücklich hatte die ermittelnde Polizeibeamtin geschildert, wie sie ein Missbrauchsopfer verhörte und die junge Frau zusammenbrach. Erst beim Verhör sei ihr klargeworden, warum sie seit Jahren an Schlafstörungen, Depressionen und Autoaggressionen litt. Ein anderes Opfer ist inzwischen selbst mit dem Gericht in Konflikt geraten. Der Junge musste wegen massiver Auffälligkeiten ins Heim.

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