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11.08.2017

Haftstrafe für Raubüberfall im Regionalexpress

Pforzheim. Eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten, so lautete gestern das Urteil der Großen Auswärtigen Strafkammer des Landgerichts im Fall um einen Raubüberfall in einem Regionalexpress Richtung Stuttgart Anfang des Jahres (die PZ berichtete).

Der 30-jährige Täter, dem der psychiatrische Sachverständige Ralph-Michael Schulte gleich in mehrfacher Hinsicht eine schlechte Prognose ohne langfristige Therapie gestellt hatte, erklärte noch im Gerichtssaal, dass er das Urteil anerkennen und keine Rechtsmittel einlegen wolle. Damit ist seine Strafe rechtskräftig. Sieben Monate und zwei Wochen davon wird er in einer Entzugseinrichtung verbringen. Der Vorsitzende Richter Andreas Heidrich sagte in seiner Urteilsbegründung, er persönlich hätte ihn gerne länger in den Entzug geschickt, das aber sei seitens des Gesetzes nicht möglich.

Die Anklagepunkte, zum einen ein Diebstahl von Alkohol mit Messer im Rucksack Ende Januar und zum anderen der Raubüberfall in einem Regionalexpress Anfang Februar, bei dem eine 22-jährige Stuttgarterin von ihm überfallen, verletzt und schließlich ihres Geldbeutels beraubt wurde, sah die Kammer als erwiesen an.

Erst später gestanden

Die Aufklärung des Falls sei durch die Geständigkeit des Angeklagten erheblich vereinfacht worden, wenngleich dieser zunächst die Taten leugnete und erst später gestand. Eine Sicherheitsverwahrung, wie sie der Vertreter der Nebenklage, Daniel Häuser, beantragt hatte, sei allerdings noch nicht gänzlich aus der Welt, so Heidrich.