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04.02.2011

Haftungsprinzip für Derivate-Geschäfte gefordert

PFORZHEIM. Der an der Hochschule Pforzheim lehrende Professor Dirk Wentzel hat für Derivate-Geschäfte ein „Haftungsprinzip“ gefordert. Vor dem Hintergrund der für Pforzheim schmerzhaften Geldgeschäfte mit der Großbank J.P. Morgan war Wentzel ebenso wie Oberbürgermeister Gert Hager und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick der Einladung der Pforzheimer Grünen-Spitze gefolgt, um über das Thema Derivate zu diskutieren.

Einig waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde, dass Kommunen mit den hochkomplizierten Finanzprodukten gegen die Banken immer den Kürzeren zögen.

Schick, finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion, kündigte an, dass das Thema Derivate und Kommunen bei einer Anhörung im Bundestag am 6. April seien. Denn nicht nur Pforzheim hat diese „Casinogeschäfte“ (Hager) abgeschlossen und trägt die Folgen, sondern unzählige andere Kommunen auch. Doch die gehen nicht so offensiv mit dem Dilemma um. ol