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Das Rennen um die Nachfolge von Gert Hager als Sozial-, Schul- und Sportbürgermeister bleibt spannend. Aus dem Dezernat drei ausgliedern will der neue Oberbürgermeister aber das Kulturamt unter der Leitung von Isabel Greschat, das er an sich ziehen will.
Das Rennen um die Nachfolge von Gert Hager als Sozial-, Schul- und Sportbürgermeister bleibt spannend. Aus dem Dezernat drei ausgliedern will der neue Oberbürgermeister aber das Kulturamt unter der Leitung von Isabel Greschat, das er an sich ziehen will. © Ketterl
06.10.2009

Hager-Nachfolge bleibt spannend

PFORZHEIM. Es bleibt offenbar bei einem knappen Rennen um die Nachfolge des heutigen Oberbürgermeisters Gert Hager als Sozial-, Schul- und Sportbürgermeister im Pforzheimer Rathaus. Am Montag hat sich der von der SPD ausgeguckte Bewerber Uwe Winkler bei der CDU- und bei der FDP-Gemeinderatsfraktion vorgestellt.

Bei der FDP tat dies auch Winklers Konkurrent Michael Schwarz von den Freien Wählern, der von der Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern, Unabhängigen Bürgern und der Liste Bürgerbeteiligungshaushalt unterstützt wird. Nach PZ-Informationen hat Winkler auf die meisten der anwesenden CDU-Stadträte einen besseren Einsdruck gemacht als Schwarz, der vor einer Woche bei den Christdemokraten seine Visitenkarte abgegeben hatte. Die CDU-Stadträte werden nach derzeitigem Stand ohne Vorgabe der Fraktion in die Abstimmung gehen und einzeln ihre persönliche Entscheidung treffen. Auch die FDP hat sich noch nicht festgelegt und will dies erst in der Fraktionssitzung kommende Woche tun, wie der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke sagte. „Aus meiner Sicht sind beide Kandidaten für die Funktion vorstellbar“, so Rülke.

Bei der Grünen Liste herrscht eher Skepsis über beide, zudem wollen Winkler und Schwarz sich dort erst kommenden Montag vorstellen. Grundsätzlich sehen die Grünen immer noch die Möglichkeit, eine Fachbürgermeister-Stelle einzusparen, wie ihr Stadtrat Axel Baumbusch sagte. Dies gelte um so mehr, als der Kultursektor ohnehin vom Dezernat III weg- und zum Dezernat I von Gert Hager hinzukomme, so Baumbusch.

Hinter Winkler stehen nach derzeitigem Stand die acht SPD-Stadträte und der im Gemeinderat stimmberechtigte OB Hager, Schwarz dürfte nur vier der sieben Stimmen seiner Fraktion sicher haben, da zwei Mitglieder das Vorschlagsrecht fürs Sozialdezernat bei der um einen Stadtrat größeren SPD-Fraktion sehen und Schwarz selbst befangen ist und nicht mitstimmen darf.