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Gert Hager
Gert Hager
Sibylle Schüssler
Sibylle Schüssler
Michael Schwarz
Michael Schwarz
Philipp Paschen
Philipp Paschen
Dorothea Luppold
Dorothea Luppold
Florentin Goldmann
Florentin Goldmann
24.07.2013

Halbzeit von OB Gert Hager: Gemeinderat sieht noch Luft nach oben

Zum Abschluss der Halbzeitbilanz von OB Gert Hager und mit Bedacht erst nach der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause hat die PZ auch die Gemeinderatsfraktionen um eine Bewertung gebeten. Der Tenor: Er sei kommunikativ und engagiert, packe viel, manchmal zu viel an und laufe Gefahr, zu dominant zu werden.

Für Florentin Goldmann, den CDU-Fraktionsvorsitzenden, hat OB Hager in den vier Jahren „sicher einiges bewegt“. Er verweist auf die schnelle und völlige Offenlage der spekulativen Zinsderivatgeschäfte, dann den Masterplanprozess, den Innenstadtring bis hin zur möglichen Entwicklung der Innenstadt östlich des Rathauses. Die Ansiedlung von Amazon habe dagegen noch nicht den gewünschten Erfolg gegen die hohe Langzeitarbeitslosigkeit gebracht. „Dafür haben wir das Traditionsunternehmen Hafner enttäuscht“, betont Goldmann.

Als Versäumnis sieht der CDU-Chef an, dass Sozial-, Schul- und Sportentwicklungsplanung „erst jetzt so ganz allmählich in die Gänge“ komme, obwohl ersteres „von der CDU beantragt wurde, als Herr Hager noch Sozial- und Schuldezernent war.“ Ob Hagers Omnipräsenz in den Medien immer nötig ist, wolle er nicht kommentieren. Ebenso finde er die Einflussnahme auf die drei anderen Dezernate für ein gemeinsames Agieren für „der Stadt Bestes“ zumindest überdenkenswert.

Sein Fazit: „Insgesamt fahren wir mit OB Hager in schwierigen Zeiten sicher nicht schlecht, aber es ist noch viel Luft nach oben.“ Wenn er ihm eine Schulnote von 3-4 vergebe, dann drücke dies auch aus, dass Pforzheim noch mehr kann.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Dorothea Luppold bewertet die Arbeit des OB als positiv. Man könne es nicht an einzelnen Projekten festmachen, sondern vor allem daran, wie Hager seinem Job nachgehe und mit den Bürgern in Kontakt trete. „Man merkt ihm an, dass er gern in seiner Heimatstadt ist“, so Luppold. Selbstverständlich sei man nicht immer einer Meinung – „aber das liegt in der Natur der Sache.“ Als herausragend bewertet Luppold den Masterplan-Prozess, in dem Hager souverän agiert habe. „Aber auch die Derivate-Geschichte gleich zu Beginn seiner Amtszeit ist erwähnenswert. Die Aufarbeitung ist absolut in Ordnung.“ Großes Thema sei natürlich die Baustellen-Situation. „Da muss man schon viel Kritik einstecken. Wenn die Leute schimpfen, sage ich immer, sie sollen mal nach Karlsruhe fahren. Da ist es schlimm.“

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Donnerstagsausgabe Ihrer Pforzheimer Zeitung.

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