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02.12.2012

Handel uneins über Länge der "Langen Einkaufsnacht"

Pforzheim. Von einem "guten ersten Advent-Samstag" spricht Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg. DasWetter sei optimal gewesen: kalt, aber sonnig und trocken. Das Monatsgehlat, oft auch verbunden mit Weihnachtsgeld, sei überwiesen. Und in Pforzheim hätten Attraktivitäten wie der Weihnachtsmarkt (das ist noch nicht in allen Städten der Fall), der zusätzliche mittelalterliche Markt und "City on ice" zum Flanieren und Shoppen eingeladen.

Bildergalerie: Lange Einkaufsnacht in Pforzheim

Die lange Einkaufsnacht lockte auch diesmal zahlreiche Menschen aus Pforzheim und der Region in die Pforzheimer Innenstadt.

Als Spezifikum kam in Pforzheim die "Lange Einkaufsnacht" dazu - und damit die Inhomogenität des Kaufverhaltens und der Reaktionen der Einzelhändler.

Die einen hatten sich - auch in Form von Annoncen" festgelegt auf 24 Uhr. Die anderen würden um 22 Uhr Schluss machen. Einzelhandels-Chef Horst Lenk präferierte im Vorfeld einheitlich 23 Uhr."22 Uhr reicht eigentlich", sagt Axel Müller. "Einmal im Jahr bis Mitternacht wäre doch machbar, aber Hauptsache durchgängig im ganzen Handel", sagt Erika Föst ("Thalia"-Buchhandlung). Karl-Wilhelm Elsässer vom gleichnamigen Sportfachgeschäft in der Schlössle-Galerie dreht den Schlüssel rum, wenn er das Gefühl hat, dass im Laden nur noch Angestellte, aber keine Kunden mehr sind. Das hat er auch schon im vergangenen Jahr gemacht. Den Ärger mit dem Center-Management nimmt er in Kauf. Er ist einer der Ankermieter in der Wall und kann sich das leisten. Anders Carsten Jung ("Mode Jung") mitten in der Fußgängerzone. Er profitiere vom Mitnahme-Effekt Weihnachtsmarkt, dem er große Originalität attestiert. Doch davon profitieren nicht alle: Die Parfümerie Just machte um 20 Uhr das Geschäft dicht. "Man wird nie alle unter einen Hut bringen", sagt Sabined Hagmann.

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