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Handwerk hautnah: Bei den Metallbauern stellt Auszubildender Bjarne Veit (links) Schülern der Verbandsschule im BIet (Klassenstufe 8 mit Lehrerin Jutta Schönhardt) seinen Beruf vor.  Tilo Keller
Handwerk hautnah: Bei den Metallbauern stellt Auszubildender Bjarne Veit (links) Schülern der Verbandsschule im BIet (Klassenstufe 8 mit Lehrerin Jutta Schönhardt) seinen Beruf vor. Tilo Keller
23.10.2018

Handwerk schlägt Alarm: Nachwuchs dringend gesucht

Pforzheim. Im Handwerk fehlt es zunehmend an qualifiziertem Nachwuchs. Mit einem Infotag wollen die Innungen gegensteuern und zeigen, dass Handwerks-Berufe beste Zukunftsaussichten haben.

Auch wenn die Schülerzahlen an der Alfons-Kern-Schule stabil sind, hat das Handwerk mit einem massiven Fachkräftemangel zu kämpfen. „Und der lässt sich nicht beheben, wenn die Lehrlingszahlen nicht steigen“, sagt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis, Mathias Morlock. Um Schüler für das Handwerk zu gewinnen, fand am Dienstag wieder der Tag der Berufsinformation im Handwerk an der Alfons-Kern-Schule statt. Mehr als 600 Schüler aus elf Schulen informierten sich an der Berufsschule, die gleichzeitig ihren Tag der offenen Tür ausrichtete, über die verschiedenen Fachbereiche.

Morlock hat ein reges Interesse an sämtlichen Berufen registriert, denen aber mittlerweile allen der Nachwuchs ausgeht. Und das hat Gründe: Joachim Butz, stellvertretender Kreishandwerksmeister, registriert zwar ein Umdenken bei der Politik – weg vom „Akademisierungswahn“ und hin zu einer größeren Wertschätzung der Dualen Ausbildung. „Allerdings ist dies noch nicht in den Köpfen der Eltern angekommen, die oft ein Studium für ihre Kinder anstreben“, bedauert er. Dabei seien die Zukunftsaussichten im Handwerk besser denn je – es gebe dort nach der Ausbildung keine befristeten Verträge, und die Chance auf Selbstständigkeit sei sehr gut.

Zu schaffen macht den Handwerksbetrieben auch die Tatsache, dass kleinere Hauptschulen zunehmend zugunsten größerer Einheiten verschwinden. Und damit auch die Kontakte zu den Betrieben der Heimatgemeinde. Hinzu komme ein sinkendes Ausbildungsniveau bei gleichzeitig immer höheren Anforderungen. Aus dem Grund sucht das Handwerk auch gute Realschüler und Gymnasiasten.

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