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Der Betrieb ging bei „Hans im Glück“ gestern ungestört weiter.
Der Betrieb ging bei „Hans im Glück“ gestern ungestört weiter.
23.08.2017

„Hans im Glück“ erlebt Pechsträhne

Pforzheim. In den sozialen Medien schießen die Spekulationen wild ins Kraut. Der Grund: Bereits zum zweiten Mal seit Eröffnung der Franchisekette „Hans im Glück“ an der Jörg-Ratgeb-Straße vor einigen Wochen sind bei dem Restaurant die Scheiben eingeworfen worden. Die Hintergründe liegen derweil weiter im Dunkeln.

Polizeisprecherin Sabine Doll verweist auf PZ-Anfrage auf laufende Ermittlungen. Möglicherweise ergebe eine Zeugenbefragung konkrete Hinweise, hofft man im Polizeipräsidium Karlsruhe. Mit den Verantwortlichen des Burgerlokals sei man in Kontakt.

Pressesprecherin hält sich bedeckt

Der PZ gegenüber will sich Betreiber Erdjan Terzici indes nicht zu den Vorfällen äußern. Nur so viel: „Es geht uns gut.“ Während sich sein Team um das Wohl der Gäste kümmere, verweist er für Auskünfte an die Pressestelle in München. Doch auch die Mitarbeiterin der Pressestellte von „Hans im Glück“, Nicole Eismann, hält sich bedeckt: Über die Eröffnung in Pforzheim habe man sich sehr gefreut. „Die Begeisterung unserer Gäste bestätigt uns darin, dass unser Burgergrill in der Stadt sehr gut ankommt.“ Der Franchisepartner vor Ort habe die volle Unterstützung. Zu den polizeilichen Ermittlungen könne man nichts sagen. Auch die Frage nach Konsequenzen für die GmbH bleibt unbeantwortet.

Auf Facebook wird derweil die Sorge laut, die Kette könne wieder abwandern. „Typisch Pforzheim“, schimpfen einige. „In Pforzheim wird ,Hans im Glück‘ zu ,Hans im Pech‘“, schreibt jemand. Mancher fordert Überwachungskameras.

Wie berichtet, wurden am Dienstag gegen 2 Uhr aus Richtung der Dillsteiner Straße die Scheiben des Restaurants eingeworfen. Insgesamt liegt der Sachschaden nun bei rund 40 000 Euro. Die Summe sei so hoch, weil es sich um Dreifachverglasung handele, teilt Doll mit. Bereits am 5. August hatten Anwohner in der Nacht ein lautes Klirren gehört und zwei junge Männer gesehen, die sich nach dem Steinwurf in einem Fahrzeug davonmachten. Gestohlen wurde in beiden Fällen nichts. Terzici klopfe auf Holz, dass nun Ruhe einkehrt. „Davon haben wir ja viel“, so der Gastronom, der seinen Humor offenbar noch nicht verloren hat. mof/tel

Wer Hinweise geben kann, wird weiterhin gebeten, sich telefonisch beim Polizeirevier Süd unter (0 72 31) 186 33 11 zu melden.