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Hans-Ulrich Rülke findet Selfies der Bundeskanzlerin mit Flüchtlingen unpassend und wertet die Fotos als das "falsche Signal einer unbegrenzten Willkommenskultur".
Hans-Ulrich Rülke findet Selfies der Bundeskanzlerin mit Flüchtlingen unpassend und wertet die Fotos als das "falsche Signal einer unbegrenzten Willkommenskultur". © dpa
17.10.2015

Hans-Ulrich Rülke findet Merkel-Selfies mit Flüchtlingen unpassend

FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, mit ihren Selfies an der Seite von Flüchtlingen das falsche Signal ins Ausland zu senden. „Wir können den derzeitigen Ansturm von Flüchtlingen schon schaffen - aber nicht jedes Jahr“, sagte der Pforzheimer Gemeinderat laut dpa am Samstag in Stuttgart. Die Kanzlerin sieht das gelassener.

Merkel sei sich offenbar nicht bewusst, welches „falsche Signal einer unbegrenzten Willkommenskultur“ von diesen in die Welt geposteten Fotos mit der Kanzlerin und Asylbewerbern ausginge, meint Rülke. „Glauben Sie, dass Flüchtlinge ihr Land verlassen wegen eines Selfies mit der Kanzlerin“, hatte Merkel kürzlich in der ARD-Talkshow „Anne Will“ zur Frage gesagt, ob erst ihre Selfies mit Flüchtlingen viele Menschen dazu gebracht hätten, nach Deutschland zu kommen.

In Deutschland bitten Flüchtlinge Merkel seit geraumer Zeit um Selfies und schicken sie in die Heimat. Ist das nun Werbung für einen wachsenden Flüchtlingsstrom oder eher die typische Selbstwahrnehmungsgeste der Facebook- und Instagram-Generation, in der Selfies zum unüberlegten, unbekümmerten Alltagsbrauch gehören? Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hatte sich zu Monatsbeginn so geäußert: „Die Menschen kommen auch nicht, weil Frau Merkel ein paar Selfies veröffentlicht hat. Sie kommen, weil die Lage in Syrien immer dramatischer wird, weil die Weltgemeinschaft nicht geholfen hat. 

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