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Harald Stickel (vorne von rechts) übernimmt das Amt als Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtsverbände von Johannes Lemke. Dafür stimmten aus dem Vorstand auch Ute Hötzer, Stefan Adam, Sabine Jost und Doris Hötger (von rechts). Foto: Meyer
Harald Stickel (vorne von rechts) übernimmt das Amt als Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtsverbände von Johannes Lemke. Dafür stimmten aus dem Vorstand auch Ute Hötzer, Stefan Adam, Sabine Jost und Doris Hötger (von rechts). Foto: Meyer
18.01.2019

Harald Stickel als Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtsverbände gewählt

Pforzheim. Drei Jahre lang stand Caritasdirektor Johannes Lemke an der Spitze der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Pforzheim und im Enzkreis. Am Freitag wurde nun sein bisheriger Stellvertreter Harald Stickel, Geschäftsführer von Plan B Jugend- und Suchtberatung, vom Vorstand als neuer Vorsitzender gewählt.

Dessen Posten übernimmt in den kommenden drei Jahren dann Stefan Adam, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes. Mit dieser Art des dreijährigen Wechsels strebe die Liga gleichermaßen Kontinuität und frischen Wind an der Spitze an, wie die Vorstandsmitglieder in einem Pressegespräch betonten. Zunächst ging der scheidende Vorstandsvorsitzende Lemke in seinem Rechenschaftsbericht auf die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre ein. Er hob hervor, dass die Liga sehr an Schlagkraft gewonnen hätte, da die sozialen Problemlagen in Pforzheim gewaltig seien. Daher sei ein starkes soziales Gewissen wichtig, und die Liga als Zusammenschluss aller örtlichen Wohlfahrtsverbände bestehend aus AWO, Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischem Wohlfahrtsverband und der Jüdischen Gemeinde Pforzheim würde den Finger stets in die Wunde legen und nicht nur deutliche Worte zur Stadt- und Kreispolitik sagen, sondern stets durch konkretes Handeln seiner Mitgliedsverbände einen ungeheuren Mehrwert für unsere Stadt- und Kreisgesellschaft ausmachen.

Besonders die konstruktive Gestaltung der Gremienarbeiten in den Fachausschüssen von Stadt und Kreis hätten positive Ergebnisse für die betroffenen Personengruppen zur Folge gehabt. So könnten verschiedene sozialpolitische Erfolge verzeichnet werden, etwa bei der Rücknahme der Sparbeschlüsse der Stadt bei den Kitas oder bei der Mitwirkung von zeitgemäßen sozialen Hilfsangeboten für Menschen in sozialer Notlage.

Ferner sei es gelungen, in den stattgefundenen Jahresveranstaltungen „Die Liga bittet zu Tisch“ Führungskräfte aus der Wirtschaft und Handel, dem Bank- und Finanzwesen, der Bau- und Sozialwirtschaft, der Politik und öffentlichen Verwaltung, den Bildungsstätten und anderen Institutionen an einen Tisch zu bringen. Lemke betonte, dass der politische Einfluss der Liga wesentlich sei. Für ihn sei es wichtig, dass die gute Lobbyarbeit für benachteiligte Menschen verfestigt werde; außerdem müsse immer wieder darauf hingewiesen werden, dass die Sozialwirtschaft die wichtigste Säule der Volkswirtschaft darstelle.

Der neue Vorsitzende Stickel will diese Entwicklung weiter forcieren. „Besonders Pforzheim mit seinen sehr ungünstigen Rahmenbedingungen bedarf der besonderen Obhut, damit nicht alles aus dem Ruder läuft“, so Stickel. Als erfreulich bezeichnete er außerdem die verbesserte Kommunikationsstruktur mit den kommunalen Körperschaften.

Hieran wolle er unbedingt weiterarbeiten und feste Regeln für ein gedeihliches Miteinander implementieren. „Wir sind verwurzelt in dieser Stadt und wollen Pforzheim und den Enzkreis mitgestalten“, betonte er.