nach oben
30.03.2016

Harmonikaspielring Huchenfeld-Würm erntet stehende Ovationen

Pforzheim-Huchenfeld. Der Harmonikaspielring Huchenfeld-Würm hat für sein Frühjahrskonzert stehende Ovationen erhalten. Den Auftakt des Nachmittags in der nahezu ausverkauften Hochfeldhalle machten die Handörgler Dietlingen unter der Leitung von Klaus Engelbach. Sie stimmten die gut gelaunten Konzertbesucher mit den Titeln „Der Sonne entgegen“, „Zauber von Paris“ und „Florentinische Nächte“ auf den heiß ersehnten Frühling ein und wurden mit viel Applaus belohnt.

Vielseitiges Instrument

Das Jugendorchester nahm die Zuhörer auf eine Reise zum Eurovision Song Contest mit. So präsentierten sie den Song „Is it right“ vom deutschen Duo Elaiza. Danach wurde es gefühlvoll mit der Ballade „Calm after the Storm“. Natürlich durfte ein echter Siegertitel nicht fehlen – „Euphoria“ von Loreen wurde mit modernen Soundeffekten dargeboten und zeigte erneut, wie vielseitig das Akkordeon sein kann.

Das bewies auch das Ensemble des Harmonikaspielrings, welches im Anschluss an das Jugendorchester sein ganzes Können unter Beweis stellte. Mit der „Sonata da Camera“ arrangiert von Hubert Bürkle, dem „ARTango“ von Thomas Ott und „Toto on Stage“ begeisterten sie mit Virtuosität und Musikalität.

Dann wurden die Zuhörer durch den großartigen Auftritt des Ersten Orchesters förmlich mitgerissen. Dirigent Hubert Bürkle, der durch seine Bühnenpräsenz und Ausstrahlung den Saal einnahm, hob die Arme – und schon ging die Reise durch ein Konzertprogramm los, das seinesgleichen sucht. Mit Pauken und großem konzertanten Auftakt würdigte das Orchester Udo Jürgens mit einem Medley. Bei Titeln wie „Ein ehrenwertes Haus“, „17 Jahr, blondes Haar“, „Aber bitte mit Sahne“ und „Merci, Chérie“ wurden die Zuhörer sofort in gute Laune versetzt, die bei Glenn Millers „In the Mood“ noch gesteigert wurde. Beschwingt ging es im Walzertakt nach Paris und nach Lateinamerika mit der temperamentvollen Pop-Samba „Moliendo Café“. Da zeigten Hubert Bürkle und sein Orchester echte Entertainerqualitäten, in dem sie mit Percussionelementen einheizten.

Echte Gänsehautstimmung

Der Höhepunkt des Konzertabends rückte näher, und da ging es hinaus auf hohe See: Zuerst entführte das Orchester die Zuhörer zur Titanic und dem Liebespaar Jack und Rose, die mit dem Song „My heart will go on“ in die Filmgeschichte eingingen. Moderatorin Verena Bürkle-Poschadel trug einige Textpassagen aus dem Song vor – und die so erzeugte Gänsehautstimmung wurde durch das überaus gefühlvoll vorgetragene Stück noch gesteigert.

Der Harmonikaspielring zeigte alle seine Facetten und in dem anschließenden Medley Santiano- Rock von der Waterkant wurde das raue Seemannsleben förmlich hörbar gemacht. Der Applaus des begeisterten Publikums war stürmisch und fordernd und die Standing Ovations nur die logische Schlussfolgerung eines grandiosen Konzertabends.