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13.05.2016

Harte Bandagen im Bus-Streit – Streikpause bis Dienstag

Welche Fahrer ihre Busse am Donnerstag stehen ließen, ist auch am Tag danach noch nicht geklärt. Man sei dabei, sie zu ermitteln, so Nico Langemeyer, Prokurist der Stadtverkehr Pforzheim (SVP) GmbH. Er erneuert die Aussage, dass man die Kollegen abmahnen werde. Im Wiederholungsfall droht ihnen die fristlose Kündigung.

Zudem werde geprüft, ob eine Nötigung vorliegt. „Wenn ja, werden wir Strafanzeige stellen“, sagt Langemeyer. Bis zwei Uhr am Freitagmorgen hätten Fahrer die Busse zurück ins Depot gebracht.

Während die SVP-Geschäftsführung die Gewerkschaftsaktion für illegal hält, ist sie aus Sicht Rudolf Hausmanns ein legitimes Streikmittel. „Jeder, der das attackiert, attackiert das verfassungsmäßige Grundrecht auf Streik“, sagt der Verdi-Verhandlungsführer. Oberbürgermeister Gert Hager hat sich unterdessen in einem Schreiben an den Gemeinderat gewandt. Er erinnert daran, dass das Ende der SVP nicht gewollt war – der Rat hatte sich für eine Fortsetzung des bisherigen Modells entschieden. Auch habe er nach seiner Tätigkeit bei der Arbeitsagentur eine gute Vorstellung davon, was in den Mitarbeitern vorgehe. „Hier im Rathaus ist keiner unsozial und ,kalt‘, ich schon gar nicht!“

Im Arbeitskampf kündigt Verdi eine Pause an: Von Samstag bis Dienstag seien keine Streiks geplant, auch wenn es am Dienstag durch die Betriebsversammlung zu Einschränkungen kommen könne. Wie berichtet, veranstaltet Verdi im Anschluss ab 19 Uhr einen Informationsabend mit Podiumsdiskussion im Kupferdächle.

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