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Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa
07.12.2018

Hassbotschaft gegen geflüchtete Menschen kommt einen Pforzheimer teuer zu stehen

Pforzheim. Die auswärtige Berufungskammer des Landgerichts Karlsruhe hat gestern ein Urteil des Amtsgerichts Pforzheim wegen Volksverhetzung bestätigt, gegen das Verteidigung wie auch Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatten.

Ein mittlerweile 51-Jähriger bleibt zu 100 Tagessätzen à 35 Euro verurteilt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte mit Wohnsitz in Pforzheim soll am Nikolaustag 2015 im Internet unter einen dort veröffentlichten Filmbeitrag über Flüchtlinge gepostet haben: „Durchladen, anvisieren und batsch, zwischen die Augen. Wegballern, den parasitären Abschaum.“ (Die PZ berichtete)

Unstrittig ist, dass dieser Satz über einen dem Mann zuzuordnenden Kanal seinen Weg in die Öffentlichkeit fand. Dass aber er selbst ihn schrieb, zweifelte seine Verteidigerin Nicole Schneiders an und forderte Freispruch. Die Staatsanwaltschaft wiederum hatte eine höhere Strafe – 110 Tagessätze – gefordert. Beides wurde gestern abgelehnt.