nach oben
25.09.2009

Hat der Bankräuber zuvor Spielhallen überfallen?

PFORZHEIM. Ein Unbekannter hat am Freitagmittag die Sparkassen-Filiale in Büchenbronn überfallen. Die Angestellte einer vor kurzem überfallenen Spielothek ist sicher: Der Täter ist der selbe, der auch vier Mal in Spielhallen zuschlug.

Große Aufregung gab es am Freitagmittag in und um die Sparkassenfiliale in Büchenbronn an der Schömberger Straße. Um 11.44 Uhr hatte ein Mann die Bank betreten und unter Vorhalt einer Pistole von einer Angestellten Geld gefordert. Der Unbekannte – ein etwa 20 Jahre alter Mann, bekleidet mit schwarzer Kapuzenjacke und grauem Rückenteil, Jeans sowie weißen Turnschuhen – konnte zu Fuß flüchten. Nach Polizeiangaben hat er rund 3000 Euro erbeutet. Verletzt wurde niemand.

Streifen rund um den Stadtteil

Bei einer sofort ausgelösten Ringfahndung kam es zu Straßensperren rund um Büchenbronn, bei denen Polizisten mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen Autos und Lastwagen kontrollierten. Mit 15 Streifenwagen war die Pforzheimer Polizei vor Ort und in der Luft kreiste zusätzlich ein Hubschrauber über dem Stadtteil.

Sie hielten Ausschau nach Männern mit dunklerer Hautfarbe. „Die Angestellten haben unterschiedliche Angaben darüber gemacht, ob der Täter eine helle oder eine etwas dunklere Haut hatte“, merkt Polizeisprecher Michael Sengle an. Sie seien sich aufgrund der Kapuze und der Lichtverhältnisse nicht sicher gewesen, wie der Mann aussah.

Rund ein halbes Dutzend Mitarbeiter hatte sich nach dem Überfall vor der Bank versammelt und wurde von den Polizisten befragt. Die Sparkasse hatte außerdem ein Notfallteam, ausgerüstet mit einer „Notfalltasche Raubüberfall“, nach Büchenbronn geschickt, um die Mitarbeiter zu betreuen.

Viele Schaulustige, Angehörige der Mitarbeiter und Kunden des Supermarkts nebenan waren zum Tatort gekommen, den die Polizei jedoch nach kurzer Zeit abgesperrt hatte. Nachmittags war schließlich die Überwachungskamera ausgewertet und sie zeigte den Täter deutlich – bis auf sein Gesicht. Dabei ergaben sich optisch und im Ablauf mehrere Ähnlichkeiten zu einer Überfallserie auf eine Pforzheimer Spielothek.

Mitarbeiterin erkennt Täter

Die Angestellte hatte keinen Zweifel, als die PZ ihr das Bild aus der Überwachungskamera der Büchenbronner Sparkassen-Filiale vorlegte. „Ja, das ist er“, sagte die 52-Jährige. Was sie so sicher machte: Es sei die selbe schwarze Kapuzenjacke, die gleiche Pistole und die gleiche Art, sie in der linken Hand zu halten. Ein Mann, auf den ihre Beschreibung zutrifft, hatte nicht nur sie, sondern insgesamt vier Mal seit Mitte Juli Spielcasinos in Pforzheim überfallen. Zwei Mal ein und dasselbe an der Naglerstraße, zwei weitere Spielotheken auf der Wilferdinger Höhe.

Stets ein Mann von etwa 20 Jahren und etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, mit schwarzer Kapuzenjacke, in Jeans und mit einer Pistole bewaffnet, stets – und da enden die Gemeinsamkeiten zum Büchenbronner Überfall – mit einem dunklen Schal maskiert und immer morgens um sechs Uhr.