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Sie läuft und läuft und läuft – und die Schniefnase kommt selten allein, sondern meist Seite an Seite mit einem markerschütternden Husten. Viele Pforzheimer ächzen unter der Erkältungswelle. Foto: Ketterl
Sie läuft und läuft und läuft – und die Schniefnase kommt selten allein, sondern meist Seite an Seite mit einem markerschütternden Husten. Viele Pforzheimer ächzen unter der Erkältungswelle. Foto: Ketterl
27.02.2018

Hatschi! Erkältungswelle hat Pforzheim fest im Griff - Behörden und Einrichtungen mit personellen Engpässen

Pforzheim. Überwiegend grausam grau: So ließe sich der bisherige Winter umschreiben. Mit dem Wiedererstarken der Sonne setzte dann die Kälte-Keule zum Rundumschlag an. Die Folge von Dauerfrost nach all den tristen Wochen: ein kollektives Hatschi. Die ganze Stadt befindet sich in akuter Schnief-Lage. Das hat Auswirkungen.

In städtischen Behörden und Einrichtungen gibt es personelle Engpässe, auch bei Südwestbus stemmt man sich gegen die Erkältungswelle. Derweil herrscht in Kliniken volles Haus.

Wie gut, dass Sandra Schönherr, die Standortleiterin des Regionalbusverkehrs Südwest (RVS), den Bus-Führerschein hat. „Zur Not könnte sie einspringen“, sagt RVS-Mitarbeiterin Vanessa Binder, „aber dieses Mal nicht.“ Schönherr ist krank. So wie viele ihrer Kollegen. In der Verwaltung gibt es laut Binder aktuell nur zwei Ausfälle. Bei den Fahrern aber sei die Quote deutlich höher.

Wer merkt, dass sich die Erkältung anschleicht, rufe in der Regel schon am Vorabend an, damit RVS umdisponieren kann. Nach Binders Angaben springen dann etwa Fahrer ein, die eigentlich einen Ruhetag hätten. „Bis jetzt ist alles gut, und es sind keine Bus-Ausfälle zu verzeichnen“, sagt die Leiterin des RVS-Kundencenters, die hofft, dass die Erkältungswelle nicht noch weiter nach oben schnellt.

Vor der Stadtverwaltung machen die Keime nicht Halt. „Auch diesmal sind Mitarbeiter betroffen“, wie Pressesprecher Stefan Baust auf PZ-Nachfrage erklärt: „Grundsätzlich sieht sich die Stadtverwaltung gut gewappnet, über entsprechende Vertretungsregelungen die Aufrechterhaltung des Betriebs zu gewährleisten“, erklärt der Pressesprecher.

Deutlicher ist die Grippewelle in den Kitas zu spüren. In den städtischen Einrichtungen an der Holzgarten- und Belfortstraße sowie in Büchenbronn hätten Eltern wegen Personalnot ihre Kinder früher abholen müssen. Auch in den evangelischen Kitas habe es Notgruppen gegeben, wie Claudia Becker von der evangelischen Kirche Pforzheim erklärt. Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen können, seien gebeten worden, dies zugunsten jener zu tun, die arbeiten müssen.

Man verzeichne ebenfalls eine starke Zunahme von fiebrigen Erkrankungen der oberen Atemwege, sagt Silke Bentner, Sprecherin des Helios-Klinikums. Natürlich seien hier auch verstärkt ältere und geschwächte Menschen betroffen. Doch auch Jüngere wiesen diese Symptome auf.

Aufgrund der Influenza sei auch im Helios-Klinikum der Krankenstand unter den Mitarbeitern gestiegen – das ziehe sich durch alle Berufsgruppen, „aber wir haben noch keine gravierenden Personalengpässe zu verzeichnen“.

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Anais
28.02.2018
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