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Hauptbahnhof Pforzheim wegen Amokdrohung evakuiert

Pforzheim. Mit Blaulicht und Martinshorn rasen Streifenwagen um 15.55 Uhr zum Hauptbahnhof in Pforzheim. Es ist Eile geboten. Ein Anrufer hat eine Amoktat angekündigt. Polizisten in Schutzkleidung und zum Teil mit Maschinenpistolen in der Hand stürmen ins Gebäude, das sofort evakuiert wird.

Kurz darauf werden sie von Beamten der Bundespolizei, die für den Bahnhof und seine Anlagen zuständig sind, unterstützt. Wenig später stehen schwerbewaffnete Polizisten vor allen Eingängen, um Passanten aus dem Bahnhof fern- und den möglichen Amokläufer von der Flucht abzuhalten. Bereiche werden mit Absperrbändern gekennzeichnet. Während die Fahrgäste vor dem Gebäude warten, werden drinnen alle Räume durchsucht.

Schon um 16.15 Uhr ist der Einsatz beendet. Der Amoklauf stellt sich als Fehlalarm heraus, als dämlicher Scherz, der nicht nur die Polizeibeamten sinnlos beschäftigt, sondern auch dem ein oder anderen Bahnkunden Ärger bereitet. So viel zum Täter lässt sich jetzt schon sagen: Der falsche Notruf kam aus einer öffentlichen Telefonzelle im Bahnhofsbereich.

Nächtlicher Großeinsatz in der Nordstadt durch falschen Notruf

Das war nicht der erste Fehlalarm in diesem Monat in Pforzheim. Einige Bürger in der Pforzheimer Nordstadt hatten in der Nacht zum Sonntag, 21. Juli, schon die erste Tiefschlafphase durchschritten, da hallten plötzlich Martinshörner durch die Nacht und Blaulicht zuckte an der Kreuzung von Kronprinzen- und Luitgardstraße. Um 0.35 Uhr hatte ein erregt schreiender Anrufer der Feuerwehr gemeldet, dass in einem Haus an der Kronprinzenstraße Menschen um Hilfe rufend auf einem Balkon stehen würden. Rauch und Feuer wären zu sehen. Auch hier kam der fralsche Notruf von einer öffentlichen Telefonzelle beim Salierpark an der Ecke Salier-/Rudolfstraße. 

Bombendrohung legt Neues Rathaus und Kern der Pforzheimer City lahm

Eine Bombendrohung hat am Mittwochvormittag, 26. Juni, die Pforzheimer Innenstadt lahmgelegt. Von einem Moment auf den anderen herrschte in der City Großalarm. Um 9.52 Uhr ging eine E-Mail bei der städtischen Poststelle ein. Diese erreicht kurz danach Oberbürgermeister Peter Boch, der zu dem Zeitpunkt gerade mit mehreren Kollegen tagte und so schnell reagieren konnte. Um 10.59 Uhr begann die Evakuierung, um 13.20 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Bis dahin gab es Straßensperrungen und Evakuierungen.

Ähnliche Vorfälle gab es am gleichen Tag in Zwickau in Sachsen, der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt sowie der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Polizei bestätigte, dass die dortigen Drohungen einen identischen Inhalt hatten und alle drei mit „Der Widerstand“ unterzeichnet waren.

Bombendrohung versetzt Pforzheim in Aufregung
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Bombendrohung versetzt Pforzheim in Aufregung

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Bombenalarm: City gesperrt, Gebäude evakuiert

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Rathaus Pforzheim geräumt - Erste Eindrücke

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