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Chefarzt Peter Flachenecker (links) ist nicht nur in der Klinik Quellenhof in Bad Wildbad ein Teamplayer. Er leistet Großes für an MS erkrankte Menschen. Foto: AMSEL
Chefarzt Peter Flachenecker (links) ist nicht nur in der Klinik Quellenhof in Bad Wildbad ein Teamplayer. Er leistet Großes für an MS erkrankte Menschen. Foto: AMSEL
Feierlicher Moment: Landesinnenminister Thomas Strobl (rechts) ehrt und beschenkt Peter Flachenecker. Foto: AMSEL
Feierlicher Moment: Landesinnenminister Thomas Strobl (rechts) ehrt und beschenkt Peter Flachenecker. Foto: AMSEL
13.10.2017

Hauptpreis der AMSEL-Stiftung würdigt Verdienste von Professor Flachenecker

Pforzheim/Bad Wildbad/Stuttgart. Die AMSEL-Stiftung Ursula Späth verleiht jedes Jahr drei dotierte Preise an Menschen, die sich mit ihrem Wirken besondere Verdienste um Multiple-Sklerose-Erkrankte erworben haben. Bei der 25. Preisverleihung im Porsche-Museum Stuttgart ging der Ursula-Späth-Preis 2017 an Professor Dr. Peter Flachenecker aus Pforzheim.

Der Preis für pflegende Angehörige ging an Karin Gaus-Reichelt aus Eislingen. Den Medienpreis erhielten Uwe Rademacher aus Hannover und Dr. Marko Reschke aus Berlin. Zum ersten Mal lobte die Stiftung auch einen Ehrenpreis zugunsten von Dr. Michael Alt aus Ludwigsburg aus.

Vielfältiges Engagement

Der Hauptpreis allerdings ging an Flachenecker. Der Preisträger ist seit 2004 Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad, einer auf MS spezialisierten Klinik. Dort hat der 53-Jährige spezielle Behandlungskonzepte für Menschen mit neurologischen Erkrankungen entwickelt, die stetig an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst werden. Durch sein vielfältiges Engagement möchte Flachenecker einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Versorgung von MS-Erkrankten verbessert und sie mit Hilfe fundierter Informationen besser mit ihrer Situation umgehen können. Er bringt sich ehrenamtlich als Organisator und Referent bei Symposien und Patientenveranstaltungen der AMSEL ein, mit fachkundigem Rat bei Informations- und Aufklärungsmaterialien, als Experte in Patienten-Onlinechats, in der MS-Registergruppe sowie als Initiator des Arbeitskreises der MS-Zentren in Baden-Württemberg.

Der berufliche Werdegang des Neurologen begann in Würzburg. Dort absolvierte er nach dem Studium der Humanmedizin die Facharztausbildung. Von 1992 bis 2002 war Flachenecker in der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg, ab 1993 in ihrer MS-Ambulanz tätig. 2002 wurde er Chefarzt der Abteilung für Neurologie der Bavaria Klinik in Bad Kissingen. Wieder zwei Jahre später folgte die Ernennung zum Chefarzt im Quellenhof in Bad Wildbad.

Lob vom Innenminister

Neben der umfassenden Aufgabe als Chefarzt ist Flachenecker in hohem Maße ehrenamtlich engagiert. Seit 2005 ist er Mitglied im Ärztlichen Beirat der AMSEL, seit 2007 Vorsitzender dieses Gremiums, seit 2006 zudem als Arzt im Vorstand der AMSEL aktiv. Er begleitet nicht nur maßgeblich die Arbeit der AMSEL, sondern auch die des DMSG-Bundesverbands, in dessen Ärztlichem Beirat er seit 2011 Vorstandsmitglied ist.

Laudator Thomas Strobl (CDU), stellvertretender Ministerpräsident und Landesinnenminister, hob besonders hervor: „Sie setzen sich als Arzt und Wissenschaftler im Quellenhof sowie in Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit mit hohem Engagement und größter fachlicher Kompetenz für die Menschen ein, deren Leben von MS geprägt ist. Erkrankten gibt es Sicherheit zu wissen, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich mit ganzer Kraft und all ihren Möglichkeiten dafür einsetzen, dass sie ihren Alltag mit der MS meistern können.“

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die der Preisträger einem Projekt seiner Wahl zugunsten MS-Kranker zukommen lässt.