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Oberbürgermeister Gert Hager will eine Sanierung des Hauses ebenso prüfen lassen wie einen möglichen Neubau. Seibel
Oberbürgermeister Gert Hager will eine Sanierung des Hauses ebenso prüfen lassen wie einen möglichen Neubau. Seibel
Siegfried „Bibi“ Kreutz vor der Ausstellung zur Geschichte jenes Hauses, in dem der Bandleader früher selbst jazzte.
Siegfried „Bibi“ Kreutz vor der Ausstellung zur Geschichte jenes Hauses, in dem der Bandleader früher selbst jazzte.
09.12.2014

Haus der Jugend: Ein junges Haus wird 65

Die Gesellschaft hat sich verändert, die Lebensumstände haben sich verändert, doch das Grundprinzip ist geblieben: Seit 65Jahren ist das Haus der Jugend Anlaufstelle für Jugendliche.

Stellvertretend für Generationen junger Menschen erinnerten sich bei der offiziellen Feier gestern Klaus Peter Rösner, der das Haus später leitete, und Hese Schröter an ihre Erlebnisse in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 77: darunter zahlreiche Spiele, Ausflüge und Filmvorführungen – bei denen Leiter Bodo Franke schon einmal den Projektor verdeckt habe, „wenn eine Kussszene zu befürchten war“. Aus Sicht von Patricia Pfisterer, Vorsitzende des Jugendgemeinderats, birgt das Haus sogar ein Stück Familiengeschichte: „Hier haben sich meine Großeltern kennengelernt“, sagt die 18-Jährige.

Für junge Menschen, das wird deutlich, war die Einrichtung eine Oase in einer zerstörten Stadt, ein großer Spielplatz fernab der Enge der Wohnung. Und ein allgemeiner Treffpunkt, auch für jene, die neu in Pforzheim angekommen sind. Vertriebene, Flüchtlinge.

Die Parallelen sind nicht zu übersehen. „Das Thema haben wir heute auch noch“, sagt Martin Wetzel. Daraus ergeben sich Herausforderungen für die pädagogische Arbeit – und neben den Sachthemen bestehen im 66. Jahr die üblichen Zwänge. „Mit diesem Haus muss etwas geschehen“, sagt Oberbürgermeister Gert Hager mit Blick auf die marode Bausubstanz.