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Jugendgemeinderat

02.06.2016

Heftiger Streit nach Pleite bei der Wahl des Jugendgemeinderats

Pforzheim. Weil die nötigen Unterlagen nicht rechtzeitig verschickt worden sind, ist am Dienstag die Wahl des Jugendgemeinderats geplatzt. Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum hatte Sozialbürgermeisterin Monika Müller am Dienstag Unprofessionalität und Überforderung vorgeworfen – und ihr unterstellt, womöglich planvoll und aus parteipolitischem Interesse gehandelt zu haben. Nun meldet sich der SPD-Kreisverband zu Wort.

„Inzwischen ist der CDU und Herrn Krichbaum im Besonderen gar nichts mehr peinlich, um die Arbeit von Monika Müller in schlechtem Licht dastehen zu lassen“ so der Kreisvorsitzende Frederic Striegler. Müller parteipolitisches Kalkül vorzuwerfen, sei „nicht nur völlig haltlos, sondern grundlegend unverschämt.“ Die Jusos hätten stets davor gewarnt, dass der Jugendgemeinderat kein verjüngter Arm parteipolitischer Interessen sein sollte. Diese „panische Reaktion“ lege nahe, „dass die Übernahme des Jugendgemeinderates durch Krichbaum und seinen Nachwuchs wohl minutiös geplant ist“, heißt es weiter.

Während der SPD-Kreisverband Krichbaum rät, „vor der eigenen Haustüre zu kehren, anstatt Fehler Dritter auf Monika Müller zu schieben“, sieht es der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke ganz anders: „Ich finde es unsäglich, wenn kommunales Spitzenpersonal einen Bock schießt, die ganze Schuld bei einem gemeinnützigen Träger zu suchen, der bislang immer seriös gearbeitet hat. So etwas ist schlechter Stil“, bezieht er sich auf einen Brief Müllers. „Einmal mehr hat die Rathausspitze versagt und die Stadt der Lächerlichkeit preis gegeben.“

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